What's it about?

Die kompletten Aufzeichnungen über mein Abenteuer NEUSEELAND.
Lest selbst, ich weiß auch noch nicht, wie's ausgeht! :)

Sonntag, 30. Januar 2011

Kiwi Facts, Part 2

ks = kilometer (ihr glaubt ja nicht wie viel Verwirrung mich das gekostet hat, bis ich DAS rausgefunden habe....)
tely = Fernseher (von Television, natürlich)
Marmite = der kleine, ziemlich streng schmeckende Bruder von Maggi als Brotaufstrich. Äußerst Gewöhnungsbedürftig... Und ich dachte, dass wäre Pflaumenmuß. Bah!
Cuppa = bin mir nicht ganz sicher, nehme aber an dass es entweder eine Tasse Kaffee oder Tee ist... („Come in for a cuppa“ müsste so viel bedeuten wie „Komm doch auf nen Kaffee rein.“...)
barbie = Barbecue... also Grill

Außerdem fluchen die Neuseeländer zu meiner Überraschung unglaublich viel. Selbst die Großmutter, die ich gestern kennen lernte. Alle sagen hier ständig „shit“ oder „shitty“. Aber am liebsten „bloody“ (very british) und meine Gastmutter hat mich völlig verblüfft als sie mehrmals „Fuck!“ zwischen den Zähnen hervorstieß. (mit der Tochter gleich daneben... Eigentlich war die der Auslöser für das Gefluche)

You don't get shit. = So wird das nix. / Da kommt nix bei raus...
Uni = tatsächlich unsere Uni(versität)
breadpudding = Brot, mit Milch getränkt und Rosinen. Schmeckt eigentlich ganz gut. Mit Vanilleeis.
Pudding = nicht nur unser Pudding sondern irgendwie sämtliche Desserts
block of ice = Eis am Stil... Als man mich fragte, ob ich einen „block of ice“ wollte lehnte ich natürlich zunächst etwas perlex ab, weil ich einen riesigen Würfel gefrorenes Wasser erwartete...

Freitag, 28. Januar 2011

Always friendly

weiter geht die wilde fahrt...
Gestern war „Orientation Day“ and der Schule. Meine Gastmutter hat mich bei der Mall abgesetzt, wo sie arbeitet und die nur etwa fünf Minuten von der Schule entfernt ist. Ich bin in bereits am Morgen segender Hitze da runter gelascht bis zur Schule. Im front office war keiner, aber ich bin trotzdem rein und hab nachgefragt, wo ich denn nun hin sollte.
Also es scheint hier üblich zu sein, dass sämtliches Schulpersonal so dermaßen freundlich ist, dass ich (den deutschen nicht-mehr-als-unbedingt-nötig Freundlichkeits-Stil der Lehrer gewöhnt) völlig verblüfft war, als man mit Begeisterung mich willkommen hieß und mich bat einen Moment zu warten, bis jemand kam und mich zum International Room mitnahm. Ich bekam das Jahrbuch von 2010 in die Hand gedrückt und blätterte es kurz durch.
Ich traf die anderen Internationals, zwei Brasilianer, ein Asiate und drei Deutsche, von denen eine sehr nett war. Wir hörten uns erst mal an, dass jegliche Maßnahmen und Reglen dazu dienten, dass wir möglichst „safe“ seien und dass wir niemals rauchen oder trinken durften, sonst käme Satan persönlich oder so. ;)
Danach gabs eine Tour in und um die Schule... Das ist so verwirrend. B-Blocks und C-Blocks, Assembly Hall und Front office... ich hab keine Ahnung. Wir haben eine Karte bekommen, mit der werde ich wohl nächsten Donnerstag (wenn die Schule auch für alle year 12er anfängt, zu denen ich mich nun stolz zähle) die komplette Zeit vor der Nase rum laufen.
Ich durfte Fächer wählen und habe nun: English, Physics, Food and Nutrition, Outdoor Education, Drama, History und Graphics. Bin mal gespannt was das alles ist.
Schuluniformen haben wir auch gleich gekauft, und weil ich ein „senior“ bin hab ich eine nicht ganz so hässliche bekommen. ;) Neee, scherz. Eigentlich sind die Uniformen echt ganz okay. Haben sie aber Second Hand gekauft, die Neu-Preise sind wirklich apokalyptisch. 100$ für ne Regenjacke, bist du deppert, eh?!
Achja, und dann wollte ich noch erzählen, dass dieser schräge Vogel bei uns eine Glocke im Käfig hat und wenn ihm langweilig ist, dann spielt er da mit rum... Jedes verfluchte Mal, wenn dieser Federvieh rumklingelt spring ich auf und denke, es hat an der Tür geläutet... BimBim! ;)

Pictures

Meine Schule (ca. ein drittel der gesamten Anlage. Dieses Ding ist pervers groß)

Balkonblick....

böser Vogel!


Schule von Innen

Donnerstag, 27. Januar 2011

Kiwi Facts, Part I

togs = jegliche Art von Badebekleidung. Ob Mädels oder Jungs, ganz egal.
Jandals = Flip Flops
Tomato sauce = Tomatenketchup (von Ketchup hat hier noch nie jemand was gehört!)
eh! = Universalword. Alles, jedes, eh?!
Holy Moly! = Ausdruck der Verwunderung auf kiwi

Welcome to New Zealand

So. Endlich also mein erster Eintrag in diesen schönen Blog. Ich weiß, ihr wartet schon alle völlig gespannt darauf. ;)
Ich bin also gestern, zur Kiwi Zeit so gegen ein Uhr Nachmittags in Auckland angekommen. Völlig durch den Wind und alle Zeiten geschleudert. Im Flieger von Frankfurt nach Singapur hatten zwei etwas breitere Herren neben mir Platz genommen, ich saß also völlig eingequetscht auf meinem viertel Quadratmeter Stuhl und versuchte verzweifelt die höllischen Schmerzen in meinen Beinen über elf Stunden und zwanzig Minuten zu lindern. Dann Singapur Airport. Das war schon cool. Da lief die ganze Zeit eine entspannende Musik, die ich wirklich gut gebrauchen konnte, nachdem ich mit langer Hose, zwei Sweatshirts, einer Jacke und meinem Skianorak plötzlich bei 30°C in einem etwas zu großem Flughafen verwirrt herum lief. Während ich in der Schlange zur Sicherheitskontrolle stand redeten auf ein Mal gleich zwei Neuseeländer mit mir, woher ich denn käme, ach, ich wolle in Neuseeland zur Schule gehen, wie schön. Der Flug war weitaus angenehmer und dauerte nur neun Stunden. Es gab ständig Wasser, breitere Sitze und einen eigenen Fehrnseher mit einer riesigen Auswahl an Filmen und Serien.
Aber irgendwann war es dann so weit, ich war halb um die Welt geflogen. Mein ganzer Körper war total zerknauscht und ich taumelte mehr oder weniger durch die Arrival Halle am Flughafen. Erst mal Passkontrolle. Netter Zollbeamter: „Welcome to New Zealand, Miss.... Steward.“ Na ja. Das hier keiner meinen Namen aussprechen werden kann, dachte ich mir ja schon. Dann Koffer Abholen. Kam zu meiner Überraschung auch gleich, nur etwas verstaubt. Woher das kam weiß ich jetzt auch nicht, aber die sollten mal ihren Gepäckraum im Flieger säubern.
Dann nochmal durch eine Zollkontrolle, das nehmen die Kiwis ziemlich ernst. Ich habe ein riesiges Blatt mit sämtlichen Bestimmungen bekommen, wo drauf stand, ich dürfte keine Wanderschuhe mit Erde dran einführen oder zum Beispiel in den letzten 30 Tagen Kontakt mit Tieren (außer Hunden und Katzen) gehabt haben oder einen Wald besucht haben. Ich habe also brav zu allem „No, Sir.“ gesagt und man winkte mich zu „Nothing to declear“. Heißt aber nicht, dass man jetzt durch ist, nein, nein, nein. Jetzt werden erst Mal sämtliche Koffer geröntgt. „Miss... Jane.“, begann die Zollbeamte, die wohl die fünfte war, die an diesem Flughafen meinen Pass kontrollierte. „Oh. German.“ Sie guckte vergnügt. „Do you have any... Gummybears with you?“ Ich starrte sie etwas verblüfft an. „Gummybears?“ „Yes, that brand... Harbo... or something.“ Ich war immer noch etwas ratlos. „Haribo?“ „Yes, exactly!“ Sie lachte auf. „Ummm... no. None that I know of.“ „Oh. Okay.“ und ich wurde zum Röntgen geschickt. Ich erfuhr später, dass Deutsche wohl in Neuseeland als die Gummibär-Lieferanten bekannt waren und sie anscheinend ständig welche im Gepäck hatten.
Endlich war ich ohne irgendwelche Schwierigkeiten durch den Zoll durch und durfte Neuseeland betreten.
Kaum war ich aus der Tür raus sah ich meine Gastfamilie schon, Gena und Georgia.
Wir gingen gemeinsam zum Auto, während Gena und ich fröhlich plauderten und Georgia keinen Ton sagte, was mich zu nächst vermuten ließ, sie sei ein sehr ruhiges Kind. Ich sollte noch Lügen gestraft werden.
Als der 20 Kilo Koffer und Handgepäck im Kofferraum verladen waren versuchte ich natürlich erst fröhlich auf der rechten Seite ein zu steigen, als plötzlich ein Lenkrad vor meiner Nase war. Oh ja. Links-Fahrer. Und das Lenkrad ist auf der rechten Seite. Wird mir wohl noch öfters passieren. :)
Wir fuhren etwa eine Stunde von Auckland nach Whangaparaoa, Gena zeigte mir einiges und wir unterhielten uns über Schuluniformen, Asiaten und München.
Georgia sagte immer noch nichts. Nicht mal, als ich sie fragte in welche Klasse sie ginge. Sie blieb eisern stumm.
Als wir dann beim Haus ankamen war alle Müdigkeiten auf einmal fort. Bilder folgen noch... Eine riesige Fensterfront von der man das Meer sehen kann. Wir sind auf einer kleinen Anhöhe und gucken so zu sagen ins Tal. Ich wurde recht neutral von einem kleinen Hund, drei Katzen und einer Art Papagai oder sowas begrüßt, der mir aber gerade eben in den Finger gebissen hat, zum Dank dafür, dass ich ihm eine Erdnuss gab. Blöder Vogel. ;)
Ich wurde in mein Zimmer im Erdgeschoss geführt. (Die Wohnräume sind im ersten Stock, dass ist hier meistens so. Auch in USA oder Kanada glaub ich machen die das oft so.)
Dann erst mal Auspacken und ein bisschen Entspannen. Ich habe ein eigenes Bad und breitet mich dort erst mal mit sämtlichem Waschzeug aus.
Am Abend gab es Macaroni & Cheese, von dem ich hätte tonnenweise essen könne. Plötzliche taute Georgia auf und plapperte in einer Tour, saß auf meinem Schoß während wir Fern guckten und nannte mich nach knapp drei Stunden ihre „big sis.“ :D
Mit dem Akzent habe ich ab und zu noch meine Probleme, zum Beispiel klingt „phone“ und „father“ in dieser Sprache irgendwie komplett gleich und ich wunderte mich ziemlich, als man mich fragt ob mein „father“ bzw, was eigentlich gemeint war, „phone“ funktioniert. Ich antworte natürlich. „What... ?He worked just fine... but not anymore, because he's retired.“ xD
Mein Name bereit wie gesagt den Meisten Schwierigkeiten. Ausgesprochen werde ich eigentlich nur Jana, also Tschäna. Weil sonst müsste man mich doch mit Y schreiben, oder? ;)
Mit dem Fluchen muss ich mich hier äußerst zurück halten. Wie oft sagt man nicht doch „Shit“ oder noch schlimmer „fuck“... sollte man unterlassen, wenn sechs-jährige Kinder im Haus wohenen... Des weiteren habe ich natürlich aufmerksam Werbung geguckt und zu meiner Unterhaltung trug dann schließlich Katy Perry bei, die in Neuseeland eine ca. 3 Minütige Werbung für Anti-Pickel Produkte macht, in der ungefähr sieben Fotos von ihr mit und acht ohne Hautunreinheiten gezeigt werden und sie fröhlich in die Kamera quakt wie toll ihr Leben jetzt mit diesem neuen Produkt ist. xD
Also. Alles in allem ziemlich schöner Anfang. Bin um sieben Uhr abends allerdings völlig kollabiert und auf der Couch eingeschlafen.