What's it about?

Die kompletten Aufzeichnungen über mein Abenteuer NEUSEELAND.
Lest selbst, ich weiß auch noch nicht, wie's ausgeht! :)

Freitag, 19. August 2011

Famous Last Words


Ja, es ist tatsächlich schon so weit. Alles is vorbei, dies ist mein letzter Blogeintrag. Sechs Monate, eine Woche und drei Tage sind vergangen, seit ich in Auckland gelandet bin und mein Abenteuer begonnen habe.
Es kommt mir vor, als sei ich nur zwei Wochen hier gewesen, die Zeit verschwimmt aber schon, es ist alles so unwirklich und ich bin verwirrt. In ein paar Tagen verlasse ich Neuseeland, dann ist es endgültig aus. Noch zwei Tage Layover in Singapur und dann geht's wieder zurück in die wirkliche Welt, zurück nach München, zum MTG, zum Land mit U-Bahnen und zu vielen Gangstern, echtem Brot und keinen Schuluniformen. Ich hänge im Moment in einer ziemlichen Zwischenwelt, ich weiß nicht mal, was ich wirklich davon halte, dass ich wieder “nach Hause” komme. Ich freue mich auf euch, liebe Freunde und Familie, aber ich lasse hier auch ganz schön viel von mir zurück.

Im Moment sitze ich in einem Backpacker am Surf-Highway (Nein, das ist keine Straße, so nennen die nur die Westcoast hier, weil du praktisch an jedem Strand wunderbar surfen kannst), in Piha (ca. Eine Stune von Auckland weg)... Meine Eltern sind schon lange da und wir sind gerade heute von Dunedin nach Auckland geflogen, nach unserem wirklich schönen Südinsel-Trip. Ich habe Surfer beobachtet und mich ein bisschen vor den tonnen von Seesternen geekelt, die am Strand an den Felsen klebten. Einer ist ja ganz nett, aber wenn da plötzlich 257 von diesen achtarmigen, eigenartigen Kreaturen pappen, da graust's mich dann schon.
Wir waren in einem schrägen Pub hier, mit einem netten Barkeeper, der ständig zwischendrinn Billiard gespielt hat (der Typ hat in zehn Minuten alle Kugeln weggeräumt! O,O) und uns Getränke umsonst gegeben hat, weil die nur Cash akzeptiert haben und wir nur noch wenig hatten.
Ich habe Lisa Simpson in den Sand gemalt und musste meinen Vater gestern (auch an einem Strand) davon abhalten so zu tun, als sei er ein Austernfischer (ein Vogel), indem er einen Stock genommen hat, draufgebissen hat und dann rumgepickt und rumgewatschelt ist, wie einer dieser komischen Vögel. :)
In Queenstown habe ich meine Eltern zur Kawarau Bridge geschleppt, damit sie den Bungy Jumpern zuschauen und ich bin sehr stolz darauf, das mein Papa nach einigem Überlegen sich ebenfalls 43 Meter in die Teife stürzte und es absolut toll fand. :D
Aufgrund der Verständigungsprobleme die meine Eltern mit den Kiwis zu haben scheinen (“Die nuscheln alle so!” “Was hat der gesagt? Ich hab kein Wort verstanden. Redet der Englisch?” “Kannst du bitte mit dem reden, ich versteh den nicht”) spiele ich hier also ab und zu den Übersetzer. Das kann schon ein Problem werden, weil die Kiwis, vorallem die Südinselianer gerne mal ein bisschen mit fremden Touristen schwatzen. Ich glaube, deren Hauptproblem ist, dass die kaum den Mund aufmachen bei reden und ich mir das auch langsam angewöhne. Naja. Wird schon. Aber ich musste erklären, dass hier kaum “you're welcome” nach einem “thank you” gesagt wird, sondern eigentlich nur “ye, no worries (mate)”... “Good as gold” kommt mir schon gar nicht mehr komisch vor, ist aber etwas verwirrend wenn man nicht weiß, dass es eigentlich nur “ok” heißt. “Good on ya”, “G'day”,... alles erstmal wirklich unverständlich.
Neulich hat ein älterer Herr mit uns geredet, der sah aus wie ein zerfurchter Fischer, war aber ein zerfurchter Traktor-Verleiher und der erzählt fröhlich eine Geschichte, wie vor ungefähr 35 er und seine Freunde betrunken in einem Polizeiauto gefahren wären und dann ein bisschen eine Klippe runtergefallen seien. Aber das war leider ein waschechter Kiwi und der redete ungefähr so: “So, me an ma mates, we wa on theee piss and theeen, ya know, day juuust haad pat in seatbelts,...” Und ich meinte neben bei: “On the piss heißt auf Sauftour”... “Er hat gerade “then” gesagt.”... :P
Heute hat uns Jeff, unser landlord, also der typ, dem das backpacker's gehört meiner Mam und mir Rugby erklärt, das ist echt interessant, wenn die eine Scrum machen, also sowas ähnliches wie ein huddle, dann hängt da einer in der Mitte, Füße vom Boden weg und versucht den Ball zu kicken und die anderen drücken gegeneinander und versuchen den Ball zu ihrer Manschaft zu schieben... jaja, ein lustiges Spiel. Und sie heben einander hoch, wenn sie den Ball fangen wollen. Hahaha.

So, jetzt aber wieder zurück zum Thema, mein letzter Eintrag.

Ich habe so vie erlebt in den letzten Monaten, habe so viel gelernt, so viel überwunden und so viel Spaß gehabt, dass man es nicht in müßige Worte verpacken kann.
Ich kann jedem nur empfehlen sowas zu machen, aber ich muss sagen, es hat seine Höhen aber auch definitiv seine Tiefen. Man muss Dinge alleine meistern und ab und zu auch mal einstecken oder mit Heimweh kämpfen oder einfach nur mit der Tatsache, dass man erstmal nicht so richtig reinpasst. Dinge können schief gehen, man muss sich vom gewohnten Luxus: “Irgendwer macht das schon für mich” mal entfernen und sich darüber im Klaren sein, dass man nicht Prinz oder Prinzessin Tausendschön ist, sondern jemand, der plötzlich sehr auf sich allein gestellt ist.
Aber ich habe es so genossen, ich bin so froh, dass ich mich dazu entschieden habe. Ich glaube, ich habe mich verändert, aber das ist gut so.
Ich werde dieses halbe Jahr nie vergessen und es wird immer etwas besonderes sein. Ich habe tolle Menschen kennen gelernt und erlebt wie es ist, hier wirklich zu leben, was einen echten Kiwi ausmacht und wie man sich hier so zurecht findet.
Ich werde garantiert hier her zurück kommen, Neuseeland ist ein wunderschönes Land mit Bergen, Urwäldern (wirklich, das schaut aus, als würde dir gleich der T-Rex entgegen hüpfen), Flüssen, Meer, Strand, Sonne, Regen, Freundlichkeit, Entspannung und Isolation, aber irgendwie im guten Sinne. Ich hatte hier plötzlich Zeit für alles und für mich. Ich hab auch irgendwie mich besser kennen gelernt und ich weiß, dass ich meine Grenzen weiter ziehen kann, als ich dachte.
Ich hatte Glück, meine Gastfamilie war toll und meine Schule war unglaublich. Aber ich glaube, selbst wenn das nicht so gewesen wäre, dann hätte ich es immer noch als eine der besten Zeiten meines Lebens bezeichnet.

Wenn ich jetzt sechs Monate zurück gehen könnte, und meinem etwas verunsichertem, euphorischem und gleichzeitig verängstigten Ich am Münchner Flughafen etwas sagen könnte, dann wäre es: “Mach dir nicht so viel Gedanken.” Das hab ich hier wirklich gelernt. “Das wird schon”. So leben die hier und so lässt es sich auch leben. Ich neige sowieso dazu alles zu überdenken, mir die schlimmsten Szenarien aus zu malen und so weiter und ich glaube, ich konnte das hier ein bisschen ablegen.

Ganz egal, was für ein Mensch ihr seid, ich kann mir nicht vorstellen das ein Auslandsjahr, egal wo, irgendwem schaden könnte.

So. Das war's tatsächlich schon.

Jana is logging off.
Over and Out.

Donnerstag, 14. Juli 2011

sparkle attack in Physics and problems with closed windows...

Okay. Eine weitere schöne Geschichte, bevor alles hier zu Ende geht.
Wir hatten mal wieder Physik. Im Klassenzimmer neben an, eine lärmende 8. Klasse, voll mit lärmenden 13 Jährigen, die nicht lernen wollten. Einer von ihnen war besonders böse und schmiss aus irgendeinem unerfindlichen Grund eine Schachtel mit Glitzer in die Luft, mit dem Ergebnis, dass das ganze Zeugs auf ihm landete und vor allem auf seinem Gesicht. Vielleicht wissen ein paar von euch, wie sehr der Unsinn klebt.
Die Lehrerin brachte also etwas entnervt den Bösewicht in unsere Klasse, zur Strafe. Damit ihm unbehaglich wird, wenn er klein und allein zwischen 20 Zwölftklässlern sitzt oder sowas.
Jedenfalls kam er durch die Tür und Michael neben mir schrie entsetzt: "OH MY GOD! Edward fucking Cullen is back!!!" Ich musste so lachen, ich wär fast von diesen dummen Barhocker-Stühlen gefallen. Der kleine Sparkle-Kerl grinste und war einfach nur froh, dass er nicht böse vermöbelt wurde oder sonst was, was er anscheinend erwartet hatte... Währenddessen machte Michael munter weiter. "I'm telling you! It's Twilight all over again." Der Kleine hatte sich inzwischen neben ihn gesetzt und versuchte sich den Glitzer vom Gesicht zu kratzen.
Wir beachteten ihn eine Weile nicht, aber als ich nach ca. 15 Minuten zu meiner Linken schaute, war er plötzlich weg. "Eh! Where did Edward go?" Er kam dan wieder. Komplett durchnässt. Hatte sich unter die Wasserfontäne gestellt, um das Zeugs ab zu bekommen. Ach ja. :P

Heute morgen saß ich neben Ricki und Trent in Mathe. Es regnete in Strömen und um zwanzig nach Neun beobachteten wir eine arme Seele, die verwirrt über die Bleachers irrte, ohne Jacke, ohne Schirm.
Trent öffnete das Fenster und rief: "Oi! Dude, use an umbrella!"
Darauf hin schrie Vivek, fünf Reihen weiter vorn: "Yeah man! put somethin' over your head!" Wir guckten ihn etwas erstaunt an, bis Trent meinte: "Uh, bro. You actually have to open your window, ... so he can hear you..." ;)

Ansonsten, heute war mein vorletzter Schultag. Es war ganz schön traurig. Ich hatte eine wirklich schöne letzte Drama Stunde. Saßen auf der Bühne des Auditoriums, hörten Musik, aßen "lollies" (deren Süßigkeiten) und machten Bilder. Achja, und sollten noch an irgendeinem Template für unser letztes Stück arbeiten... Naja. ;)
Ich zwang alle auf meinem Schul T Shirt zu unterschreiben und alle waren, zu meiner überraschung, wirklich sehr, sehr traurig, dass ich bald geh. Also, ich mein, ich wusste das sie mich mochten und alles, aber selbst Leute, die ich kaum kannte, meinten sie würden mich vermissen und wollten Fotos machen, etc. :) Najaaaa...
Morgen ist also mein letzter Tag... ganz schön gruselig. Ich hoffe, dass morgen alles glatt geht.

Cheers

Freitag, 8. Juli 2011

Countdown Begins

Es geht rasend schnell dem Ende zu. Aber ich schreibe natürlich weiter.

Ich möchte euch ein bisschen mehr über Taylor, den Maori aus meiner Outdoor Klasse erzählen. Dieser Mensch ist einfach zu lustig um in aus zu lassen.
Beginnen wir damit, dass Taylor ungefähr drei mal so breit ist wie ich (nicht dick. Gar nicht. Nur breit.) und jeden anderen Menschen um gut ein einhalb Köpfe überragt.
Wir haben neulich Touch in Outdoor gespielt. Das ist eigentlich wie Rugby, nur dass du den Gegner nicht einfach über den Haufen rennen kannst, oder dich an seinem Bein verbeissen um ihn dann zu Boden zu bringen, sondern in lediglich mit beiden Händen berührst, damit er/sie den Ball aufgeben muss.
Taylor war in meinem Team und alle Leute kamen ihm eigentlich nicht mal nahe, wenn er mit dem Ball los startete. Nur Thomas stand unglücklicher Weise im Weg und Taylor, ihn eigentlich nur scherzhaft zur Seite schieben wollend, rannte den armen Kerl komplett um, sodass es diesen auf den Boden haute und er kurz ohnmächtig wurde. Er wachte etwas verwirrt und perplex auf, einen ziemlich zerknirschten Taylor neben sich. :) Als ich danach irgendwem die Geschichte erzählte: "Did you hear? Taylor ran into Thomas and he was knocked down completly", meinte Joe, der dabei gewesen war: "Taylor runs into anything and it's knocked down completly. Even a fricking house." ;)
Das seltsamste ist aber, dass dieser Mensch eigentlich ganz still und höflich ist, wenn du mit ihm redest. Fast sensibel. Aber nicht wenn es um Sport geht. Vor allem dann nicht, wenn wir mit den Year 11nern spielen müssen. Dann baut er sich normalerweise einfach vor dem gegnerischen Team auf und grinst. Die verschwiden dann ganz schnell. ;)

Neulich in Physik redeten wir über Elektrzität und mein Lehrer erzählte irgendwas von Strom und das Netzwerk in Neuseeland und meinte dann: "Yeah, so during half time at the final of the rugby world cup, there will be an energy crisis in New Zealand... People will use the oven to make food, you know. Maybe hotdogs, pasta... People make sandwiches..." Ich guckte ihn verwirrt an und Michael meinte "Uh, Sir. You don't need power to make a sandwich." Die Klasse grinste, aber Mr Curwen guckte vielsagend. "My sandwiches are superior!" Wir verbrachten die restlichen zwanzig Minuten damit, über verschiedene Sandwiches zu reden. Das war nett.

Andrew macht sich seit ungefähr einer Woche einen Spaß daraus, Mr. Law's Word auf seinem Laptop zu verstellen, sodass, wenn unser Englischlehrer etwas schreibt, Worte wie "to", "the" oder "a" mit anderen Worten ersetzt werden. Das ist wirklich lustig... Das geht ungefähr so: "Okay, people. So, I'm gonna write down an examle for you" (durch die smartboards sehen wir natürlich gleich, was er schreibt) *schreibt* "In 1993 HELLO MR. LAW Mr. Miller was ANDREW IS AWESOME!..." Hihihihi. ;)

Cheers (p.s. kommentiert mal wieder!)

Sonntag, 3. Juli 2011

Bits and Pieces

Ich werde jetzt etwas kreuz und quer schreiben, ein paar Sachen sind vor dem Outdoor Camp geschehen, aber ich glaube ihr legt jetzt nicht sonderlich großen Wert auf chronologische Richtigkeit, oder? Eben. :)

Zunächst eine weitere Geschichte direkt vom Camp. Am Morgen nach der etwas unbequem Nacht unterhielt ich mich mit Brodie, wir waren beide völlig verpennt, hatten unseren Schlafsack noch um die Beine und guckten mit glasigen Augen unseren provisorischen Pancakes beim braten zu. Jedenfalls beschwert sich Brodie über seinen Mit-Zelter James, der anscheinend ein übler Schlaf-Redner und gleichzeitig ein überzeugter BMXer ist. Wie das zusammen hängt? Naja, es gibt eine ziemlich große Rivalität zwischen den Skatern und Bikern bei der nahegelegenen Halfpipe. Jedenfalls hatte James anscheinend während der gesamten Nacht böse herumgeschimpft und die Dinge gesagt wie: "Bikes! Fuckin' Skaters... fuckin Idiots... Bikes!" :D
Zweitens, es gibt eine neue Geschichte von Mr. Law meinem Englisch Lehrer! Jason und Sacha hatten beide ihre Hausaufgaben zum 4737493sten Mal nicht erledigt und sie wurden nach vorne geschickt. Ich schrieb währenddessen in meinem Heft herum und achtete nicht sonderlich auf die beiden, als ich den Kopf hob und zusehen konnte, wie Mr. Law gerade ein Seil um die beiden band und sie aneinander fesselte. So. Sie müssten nun so bleiben, bis sie die Hausaufgaben fertig hatten! :D Die beiden wankten etwas unkooridiniert zu ihren Plätzen neben mir und versuchten vergeblich sich hin zu setzen... Die Stunde war natürlich gelaufen. ;)
Und dann noch eine nette Anekdote vom Ball Dress Shopping. Chandree's mam hatte uns beide in die Stadt mitgenommen und fuhr uns herum. Chandree hatte alle Adressen von den Shops aufgeschrieben, zu denen sie wollte. Erstmal muss ich euch von der berüchtigten "K-Road" erzählen. Das ist Aucklands Reeperbahn. Außerdem heißt die natürlich nicht K-Road, sondern hat irgendeinen Maori Namen, wie die meisten Straßen hier, dieser ist aber viel zu lang und kompliziert, sodass jeder nur den Anfangsbuchstaben nennt, eben K. :D Außerdem suchten wir jedes Mal verzweifelt nach der richtigen Adresse und ich fühlte mich knapp sechs Jahre zurück versetzt, als ich mit meiner lieben Mutter durch Halifax irrte und nach "Mumfort Road" Ausschau hielt... Genauso ging es uns in Auckland.

Ja, so viel zum up catchen mit den neusten Events. Morgen ist ein "Teacher's only day", ich muss also nicht zur Schule. Nächstes Wochenende ist mein letztes offizielles Wochenende bevor meine Eltern kommen... Es sind also nur noch zwei Wochen Schule vor mir... Das ist wirklich wahnsinnig, wie schnell das ging.
Troy redet immer mehr davon, wie man mich kidnappen und hier behalten könnte und langsam beginne ich mich zu wundern, wie ich mich zuhause wieder einfinden werden kann...

Achja, apropos Troy, er bat uns vor ein paar Wochen für sein Media Assessment zu schauspielern. Er muss ein Musikvideo machen und wir sollten darin spielen... Das war wahnsinng lustig. Sean spielte die Hauptperson und die ganze Sache handelte von ihm, wie er auf einer Party seinen drink gespiked bekommt und dann so eine Art schizophrene Erfahrung durchmacht. Wir mussten ihn über die Straße jagen und er sollte für eine Szene kolabieren und übte das Hinfallen bis er sich fast das Handgelenk brach. :D Außerdem rannte er einmal ausversehen komplett ins Wasser, als wir nachts am Strand filmten und es zu dunkel war um irgendwas zu sehen.
Wir filmten ab und zu auf Troys Balkon, wenn er Sean aus der Vogelperspektive sehen wollte. Ich kam mit rauf um den Lichthalter zu spielen und sah den unglaublichen Ausblick den dieser junge Herr von seinem Balkon hat... Es war dunkel und man konnte über ganz Gulf Habour, Standmore Bay und Red Beach blicken. Links war gleich das mehr und ganz weit hinten sah man Auckland's Lichter blinken...

Ich habe erfahren, dass es hier wirkliche "Territorien" gibt. Nicht nur Auckland und Canterbury und so weiter, sondern unoffizielle Terrains. Wir sind teil der "Coast" und die "Coasters" gehören zu den, wie sie sich selber bezeichnen, nicht so drogenhantierenden und klügeren Leuten, die nicht ihre Zukunft weg werfen, wie zum Beispiel die Leute in South Auckland. Ah ja.
So. I have to go. Cheers

Montag, 27. Juni 2011

The glamourous Ball

Also. Am Samstag war er also. Der "Ball" auf den alle so sehnsüchtig gewartet haben...
Um ca. 12 Uhr mittags nahm ich den Bus zu Chandree. Dort war bereits Ashley und natürlich Jordan, Chandree's Mitbewohner. Wir begannen uns fertig zu machen und backten gleichzeitig "Cupcakes" für den Pre-Ball. Das ganze dauerte natürlich seine Zeit. Chandree hat diese clip-in hair extensions und Ashley und ich verbrachten fast eine halbe Stunde damit, die alle rein zu clippen und in Locken zu drehen. Aber wir leisteten sehr gute Arbeit. ;)
Ich war sehr stolz auf mein eigens kreiertes MakeUp (ich zahlte also keine $200 für irgendeinen MakeUp Artist), überlegte kurz meine Haare in Locken zu drehen, aber das mir dann zu blöd, also fabrizierte ich meine gewohnten Spikes und zog das etwas unbequeme schwarze Kleid an, was ich eine Woche vorher erstanden hatte. Ihr könnt es auf den Fotos sehen. Ich hab mich gegen ein bodenlanges Ballkleid entschieden, das kann ich ja eh nie wieder verwenden, im Gegensatz zu einem Cocktail Kleid. Naja.
Dann noch die, wie sich später herausstellen sollte, zehn-brechenden Schuhe, und so gegen vier Uhr nachmittags waren wir fertig.
Jordan lungerte immer noch in Jogginhose herum, zog aber überall wo er hinging seinen Tuxedo hinter sich her. Wir wollten Fotos im Garten machen, aber plötzlich ging sinflutartiger Regen hinunter, also warteten wir auf Ashleys Mam, die uns zu sich mitnahm und Ashleys Schwester machte ein paar nette Fotos mit ihrer Pro-Kamera. ;)
Wieder zurück bei Chandree warteten wir auf Sean, der auch bald auftauchte, komplett mit Zylinder und einem echten Pinguin Anzug... diese traditionellen. :D Sah wirklich gut an ihm aus. Wie Charly Chaplin. ;)
Dann ging es zum Pre-Ball. Dort waren ganz viele Leute, ganz viel Essen und es wurden ungefähr 2393 Bilder geschossen; "only the girls", "only the guys", "couples", "friends", "groups",...
Wir guckten uns die ersten Kleider der anderen an und ich fand mich zwischen irgendwelchen Year 13ern wieder, die darüber diskutierten, ob man das ganze Essen in den Partybus schmuggeln könnte...
Besagter Bus kam auch bald, der sollte uns ca. 30 Leute nach Auckland zum Civic mitnehmen, wo der Ball statt fand. Das war lustig, ich bin fast gestorben als ich in den Bus rein geklettert bin, mit diesen dummen hohen Schuhen... Der Bus war grün, blau und rot beleuchtet und mit Musik zugedröhnt... So ratterten wir also nach Auckland City.
Dort angekommen fanden wir heraus, dass die Türen erst in ca. 30 Minuten geöffnet werden würden... Also flüchteten wir, vorallem auf drängen der leicht bekleideten Mädels, in die nahe gelegene Mall. Dort war es warm. Aber die Leute haben ganz schön geguckt als plötzlich ein Pack leicht verwirrter Teenager in Anzug und Ballkleidern durch die Mall rannten.
Wir warteten in der Gaming Arcade und nach ein paar Runden Shuffle Puck gingen wir wieder raus und warteten vor den großen Glastüren des Civic Theatres. Während ein roter Teppich (!) ausgerollt wurde, drängten sich immer mehr Leute vor der Tür. Fast die komplette 12. und 13. Jahrgangsstufe war anwesend. Alle sahen wirklich toll aus, man begrüßte wen man sehen konnte und dann erschienen zwei Security Typen, wie aus dem Bilderbuch, schrankhaft, unsympathisch und mit einem Knopf im Ohr. Wir wurden komplett durchgecheckt, Taschen, die Jungs wurden abgetatstet und dann durften wir endlich rein... Wir standen erst mal so 45 Minuten in einem kleinen Saal, bis alle rein kamen. Dort begutachtete man alle anderen Leute, begrüßte jeden und alles und machte noch mehr Bilder.
Alle Mädels hatten sich aufgestyled, die Haare meistens zu Engelslocken gedreht und kunstvoll verknotet... Die Kerle mit Krawatte und Manschetten, sehr "smart". ;)
Aber dann wurde es noch besser. Wir gingen die Treppen zum Ballsaal runter... Mein Gott, das war echt riesig. Ungefähr so 50 Tische für jeweils acht Personen, Tanzfläche, DJ Pult, Buffet... Wie eine Gala, wie man sich das so vorstellt. Kaum war die Musik an rannten die Leute auf die Tanzfläche und ich war plötzlich sehr glücklich mit meinem nicht langen Kleid, weil mir nicht ständig irgendwer drauf stieg...
Es wurden sehr amerikanische Awards vergeben: "Princess" und "Prince" (für Year 12), "Queen" und "King" (Year 13), best dress, ... aber auch witzige wie "Mr. Skuxx" und "I wish my girlfriend was here"... Als "Mr. Skuxx" ernannt wurde machte der ganze Saal das Geräusch von "ksksks", also "xx"... :D
Später kamen noch Bauchtänzerinnen, da das Thema ja "Arabian Nights" war. Die gesamte männliche Besatzung des Raumes guckte mit offenem Mund zu und jubelte am Schluss als wären die Rolling Stones gerade herein spaziert. ;)
Man tanzte oder aß sich an dem Buffet satt, ich zog irgendwann meine Schuhe aus, weil das zu sehr weh tat und rannte barfuß herum, Sean legte eine beeindruckend ähnliche Impression von John Travolta hin, also sie plötzlich dieses komische Lied von "Grease" spielten... You're the one that I love, ouh, ouh, ouh... ;)
Aber natürlich wurde auch "Apple bottom jeans and the boots with the fur, FUR!" gespielt, was alle ganz herrlich fanden. xD
Es gab einen professionellen Fotograph der Fotos von Leuten auf einer Couch mit blauem Hintergrund und Blumen machte... Mrs. Savage, meine Drama Lehrerin war leicht beschwippst und plankte die ganze Zeit auf der Bar herum. hahahahahahaha.
Irgendwann schlug es 12 und es war Zeit zu gehen. Ich war relativ müde und froh nicht auf irgendeinen der Afterballs zu gehen. Der Partybus brachte uns zurück zur Schule und von dort holte uns Seans Mutter ab und lieferte mich zuhause ab. Aber natürlich musste ich vorher noch umknicken und meinen linken Schuhe komplett mit Matsch glasieren... -,-
Aber alles in allem ein sehr gelungener Abend und es hat mir wirklich viel Spaß gemacht. :)

Mittwoch, 22. Juni 2011

Outdoor Camp (no. 2)

Gestern und heute war das zweite Outdoor Camp... Ich werde es jetzt mal von anfang an erzählen und dann versteht ihr vielleicht, warum mir alles furchtbar weh tut.
Am Dienstag Morgen um 6:00 Uhr früh (!) standen wir alle mehr oder weniger im Dunklen vor der Schule und warteten auf die Lehrer. Wir hatten drei weiße Vans mit denenn wir herum transportiert wurden.
Ich quetschte mich zwischen Matt und Joe auf eine Rückbank und wir verbrachten die Fahrt damit uns iPod Stöpsel zu teilen, über die Tatsache zu diskutieren, dass das deutsche Wort "Kind" ein bisschen wie "Cunt" ausgesprochen wird, und sie fanden heraus dass ich nicht kitzlig bin, bis auf mein Knie... ;)
Irgendwann kamen wir auf eine ziemlich holprige Straße, die in die "Coromandels" führte, so eine Art Nationalpark. Wir stoplerten dann alle beim Campground aus den Vans und bauten etwas unkoodiniert die Zelte auf, fluchend nach Zeltstangen und -planen suchend.
Dann ging es sofort los, wir brachen auf, richtung Gipfel der Pinnecals.
Dazu muss ich jetzt mal was sagen. Ihr kennt ja alle deutsche Wandertage. Da wankt man ein bisschen so einen netten Berg rauf, mit eindeutigen Fußpfaden und dann geht man wiede runter, alles in allem keine große Sache. Nicht so in Neuseeland. Die Hälfte der Zeit schlugen stoplerten wir im Busch herum, kein Pfad, nur am und zu mal eine Hängebrücke die bedrohlich hin und her schwang. Mein Schuh blieb im Matsch stecken und es zog ihn mir samt Socke aus. Wir ächzenten und klammerten uns an morsche Bäume um nicht wieder irgendwelche Hänge runter zu rutschen während der Regenwald um uns immer dichter zu werden schien.
Aber plötzlich lichtete sich das ewige Grün und wir standen im freien auf einem Felsvorsprung und guckten etwas perplex in die gewaltige Tiefe knapp unter unseren Füßen.
Doch das war noch lange nicht alles. Der Regenwald war zwar nicht mehr so dicht, aber jetzt wurde es steiler und felsiger. Die Szenen vom Herr der Ringe, Die Rückkehr des Königs, wo Aragorn, Legolas und Gimlie zu diesen halbtoten Kriegern gehen und sie um Hilfe bitten, mit ihnen um Gondor zu kämpfen wurde hier gedreht. Das sieht man auch.
Das schlimmste waren diese provisorischen Treppenstufen. Da waren ungefähr 36427420218 von denen... Meine Beine waren so tot, ich kann keine einzige Stufe mehr sehen!!! Das war das anstrengenenste was ich je gamcht habe. Schließlich erreichten wir den Pinnacle Hut, nach einem schnellen Mittagessen konnten diejenige, die wollten den kleinen Pfad bis wirklich ganz nach oben gehen.
Ich wollte natürlich dahin also machte ich mich auf den Weg mit ein paar anderen Leuten und wir liefen weitere 40 Minuten. Schon wieder Treppenstufen! Das ist da halt einfach so steil... aber das ist echt furchtbar da lang zu laufen. Das sind kleine aber hohe Stufen und du glaubst jeden Moment du fällst rückwärts in die Tiefe. Irgendwann hören die Stufen dann auf und wir mussten eine Leiter hoch kraxeln und irgendwann gabs auch keine Leiter mehr sondern nur noch rohen Fels, mit ein paar Vorsprüngen zum festhalten und ein paar Bäumen (da oben begann komischerweise wieder auf ein mal der Regenwald)... Ich kletterte vor mich hin, als ich merkte wie James, der vor mir unterwegs war immer langsamer wurde und immer mehr fluchte. Es kam dann raus, dass er Höhenangst hat und eigentlich nicht so gerne relativ frei an irgendwelchen Steinwänden hing. Aber wir ermutigten ihn alle, sodass er es am Ende auch schaffte.
Da oben zu stehen war wirklich Wahnsinn. Du siehst kilometerweit, bis zum Meer und stehst wirklich komplett frei auf dem allerhöchsten Fels dieser Bergkette. Leider fiel mir meine Kamerea in eine Pfütze und ich versuche sie im Moment wieder zum funktionieren zu bringen.
Viel Zeit blieb uns nicht da oben, wir wollten ja vor der Dunkelheit wieder beim Camp sein. Ich folgte also ein paar Leuten (und einem Lehrer) einen Weg runter, von dem wir glaubten, es sei der, den wir gekommen waren. Aber irgendwie erinnerte sich niemand daran und wir fanden uns auf einemal im tiefsten Busch wieder und nach zehn Minuten hatten wir eine Sackgasse vor uns, bei der es eine Machete gebraucht hätte um durch zu kommen. Also drehten wir um, nachdem wir alle völlig zerkratzt waren und fanden den richtigen Weg. Kurzzeitig wollte ich falsch abbiegen und eine Richtung einschlagen, in der ein etwas zerissenes Band am Baum hing wo groß "DANGER" drauf stand. ;)
Für unseren Rückweg hatten die Lehrer einen anderen Weg geplant, der zwar länger gehen sollte, aber dafür angeblich schöner war.
Das Ergebnis war, dass wir ständig bergauf liefen und alle Schüle mehr oder weniger missmutiger wurden. Mr. Howarth meinte, es seien nur 15 Minuten bergab und dann ginge es nur noch bergauf. Nachdem wir fast zwanzig Minuten uns schon wieder irgendwelche Treppen rauf gequält hatten war es eine Zeit lang flach und auf ein Mal war da wieder ein riesiger Hügel, den wir uns rauf schleppten. Oben angekommen klappten alle etwas zusammen und Taylor, der schrankhafte Maori, meinte: "Oi, Sir. What is this? Ya say s'all downhill and suddenly we a walkin' up dat big hill!" ;)
Aber tatsächlich, danach ging es hauptsächlich runter. Was aber auch nicht besse war, wenn man diese Treppenstufen runter rennt, die Knie springen einem da fast raus...
Wir überquerten noch mehr Hängebrücken, auf denen immer nur eine Person stehen durfte, also dauerte das immer ein bisschen. Bei der letzten Brücke saß ich mit der Hälfte der Klasse bereits auf der anderen Seite und wir warteten auf den Rest, als James (wieder etwas wacklig, da die Brücke relativ hoch über einem reißenden Fluss hing) drüber ging und irgendwer rief: "Eh, James! Plank it!" Wenn ihr nicht wisst was "planking" ist, googelt es. Jedenfalls meinte er darauf sarkastisch: "Oh yeah. That's a meaaan idea." und Taylor rief, also das gleiche ihm zu geschrien wurde: "YOU plank it!"
Irgendwann kamen wir endlich wieder beim Camp an. Der gesamte Tramp hatte ungefähr acht Stunden gedauert...
Wir zogen uns trockene Sachen an (alle Schuhe waren komplett durchnässt) und kochten unser Abendessen. Dann quetschten sich plötzlich acht Leute in Bridget's, Chelsea's und mein Zelt. Von sechs bis neun spielten wir, John, Brooke, Rachel, Joe und Matt lautstark alle möglichen Kartenspiele. Unteranderem ein Spiel namens "Bullshit" aber wir durften nicht fluchen, weil der Lehrer zu nah dran waren also wurde es schlichtweg in "Bullsnap" umbenannt. Als wir das englische Equivalent zu "Schwarzer Peter" spielten zog Brooke ausversehen zwei Karten von Joe und er meinte darauf hin (natürlich im Scherz) "Oi! You took two cards, ya greedy bitch!"
Ich fand heraus das Matt anscheinend unkontrollierbare Zehenzuckungen hatte, nachdem er ungefähr zum achten Mal mich veranlasste auf zu springen und hektisch auf meinen Rücken einzuschlagen, weil ich dachte da sei ein Viech.
Irgendwann mussten sich alle in ihre eignen Zelte verziehen. Es wurede ziemlich kalt, aber unser Zelt war noch von den ganzen Leuten warm und ich schlief mehr oder weniger durch.
Heute morgen um halb sieben begannen alle ihre Zelte zusammen zu rollen und wir machten uns auf den Rückweg. Abermals zwischen Matt und Joe eingequetscht schlief ich und die anderen die meiste Zeit. Wir benutzten unsere Schultern gegenseitig als Kissen und das war trotzdem unbequem.
Naja. Und jetzt bin ich wieder "zuhause"... :)

Dienstag, 7. Juni 2011

Kiwi Facts, Part VII

all good / all guudz =  passt schon, schon okay, alles klar,... mehrdeutig. Insgesamt einfacher Ausdruck von "ich hab verstanden, was du gesagt hast und ich lehne es nicht ab oder leugne es"
lippy = Lippenstift (lipstick)
bout = Kofferraum
hubby = Ehemann (husband)
pohm/pom = Engländer. Hab ich schon mal geschrieben, glaube ich, aber ich weiß jetzt warum die "pohms" heißen: "Prisoner Of Her Majesty"
chinks = Chinesen
knickers = Unterhosen
shitting bricks = nervös sein, wegen zum Beispiel einem Exam. Davor stehen sie alle rum: "Man, I'm so shitting bricks here!" 

das "th" wird hier ab und zu zu einem "f" gemacht. Vorallem von kleinen Kindern: "Wif" statt "with" und "bef" statt "beth"

all good, bro!

Ich hab grad Nachrichten geguckt und da war ein Beitrag über eine Kirche, in der irgendein Witzbold gebranntstiftet hat und dann abgehauen ist. Ein Nachbar hat den Rauch gesehen, hat eine Decke gepackt und ist wie ein Ninja über den Zaun gesprungen, hat sich leicht lebensmüde in die Flammen geworfen und schließlich das Feuer erstickt, zum Preis einiger Brandwunden.
Der nette Herr (natürlich ein kiwi, so um die 25) wurde interviewed und man fragte ihn, ob er sich denn als "hero" sehen würde. Darauf meinte der: "What..? Nahhh, bro. I'm just... you know, a guy with a blanket". :D Jawohl, so läuft das hier. Da wird nie ein großer Aufstand um irgendwas gemacht. Das kennen die hier überhaupt nicht.
So. Das wollte ich nur mal aufschreiben, weil es deren "way of life" so gut beschreibt. Jetzt kommen noch Kiwi Facts. Und dann Gute Nacht!

So long.

Purple Hair rocks

Das lange Wochenende mit dem "Queen's Birthday" Montag, der schulfrei ist, liegt gerade hinter mir. Nur eine kleine Anmerkung. Die Queen hat eigentlich im April Geburtstag. Aber irgendwie haben sich die Kiwis entschieden, diesen schönen Feiertag immer auf den ersten Montag im Juni zu legen. Vielleicht, weil die im April eh Ferien haben, da würde das ja keinen Sinn machen.
Gestern war ich bei Chandree. Sie wohnt mit einem Freund von ihr und seinen Großeltern in einem Haus, weil ihre Mutter ständig herum zieht und sie schon 14 Mal (das is keine Übertreibung. Genau 14 Mal) Schule gewechselt hat und keine Lust mehr hatte jedes Mal neu anzufangen. Jordan, der Typ mit dem sie zusammen wohnt, war natürlich auch da. Chandree sollte mir die Haare färben, was dann auch geschah. Ich saß also im Badezimmer, Chandree pinselte fröhlich lila Farbe in meine Haare und Jordan saß daneben, unnötige Kommentare machend und mit Snookie, der tauben Albino Katze spielend. Jordan hat übrigends auch lila Haare, seit neustem. Seine Freundin hat sie gefärbt und das sieht echt witzig aus, vor allem weil seine Haare eigentlich relativ kurz sind. Während meine Tönung einwirken musste saßen wir alle immer noch im Bad, unsere kleine Party veranstaltend, nachdem Sean noch vorbei kam. Das Bad ist nicht sehr groß, aber wir quetschten uns irgendwie alle rein, ich saß auf dem Boden, Chandree und Sean auf dem Rand der Badewanne und Jordan entschied sich plötzlich, jetzt sei es Zeit für eine Rasur und beanspruchte den Platz vor dem Spiegel.
Wir plauderten über alles mögliche, vor allem Jordan und ich, der seinen Augenbrauenpiercing ungefähr zwei Wochen vor mir hat machen lassen und wie die Schule reagierte... Dann versuchte ich mir das Zeugs aus den Haaren zu waschen, das gestaltete sich etwas schwierig, ich wollte ja nicht das komplette Zimmer lila färben. Aber ich habs irgendwie geschafft und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Danach guckten wir alle einen seltsamen Film, während Snookie immer wieder um Aufmerksamkeit miaute und dann anfing Jordan durch's Haus zu jagen. Diese Katze ist zwar taub, aber ziemlich schnell... und irgendwie überenergie geladen.
Das war also mein Montag und heute sollte ich eigentlich wieder zur Schule gehen, aber mein lieber Magen hat sich mal wieder dagegen entschieden. Ich liege also leicht gelangweilt und ab und zu ein bisschen spuckend im Bett... -,-
Man, bald ist schon mein 17. Geburtstag und dann bin ich schon fast 18. ;) Naja, fast.
Chandree will sich unbedingt Extensions machen lassen, für den Ball. $200!!!! Mal sehen. Sean hat gestern herausgefunden, wie viel einfacher und vorallem billiger der Ball für Jungs ist: "Rent a tux and that's it..." Dann ist er irgendwie den ganzen Tag mit einem von Chandree's Röcken über seiner Jeans rumgelaufen. Sie war nicht glücklich. "Sean! This is supposed to be a pretty skirt and you wear it like a slut!" xD
Zudem ließ er die ganze Zeit ein unheimlich nervtötendes Lied von seinem iPod laufen. Das ging ungefähr so: "Banana, banana, terra cotta, terra cotta, pie!"
Jep... soweit so gut.

Cheers

Samstag, 28. Mai 2011

Woap Woap!

Ich habe einen neuen, sehr schönen Ausdruck gelernt. "Woap Woap!" Wieder mal haben wir es mit einem Universal, mehrfach verwendbaren Ausdruck zu tun. Im Nomen sind die "Woap Woaps" ländliche Gegenden. Also im Satz zum Beispiel: "My aunt Lilly lives in the woap woaps". "Meine Tante Lilly wohnt am Arsch der Welt"... Etwas böser ausgedrückt. Außerdem kann Woap Woap auch als allgemeiner Ausruf verwendet werden. Mit tiefer Stimme, wenn etwas schief läuft. Man macht zum Beispiel eine Pizzaschachtel auf und es ist die falsche Pizza drin... "Woaaap Woaaap" Sehr schön, oder? :)
Inzwischen bin ich schon ein regelmäßiger Gucker von neuseelands Seifenoper "Shortland Street". Das läuft schon seit über 20 Jahren oder so und da gibt es jede Menge Jills und Brodies und Maxwells und die betrügen einander oder heiraten einander oder haben Unfälle oder schliddern ins Drogengeschäfft... ja ja. Und das ist sehr interessant, weil die irgendwie alle in diesem Krankenhaus in Auckland arbeiten, was es natürlich in Wirklichkeit nicht gibt und ich find das ganze unglaublich witzig. Die Kiwis sind sehr stolz auf ihre Soapopera und man darf nichts dagegen sagen. Aber natürlich gibt es da wieder die Aussie-Version davon, die verfeindete Serie. Die läuft kurz vorher und heißt "Neighbours" aber das will natürlich KEINER sehen. Pah! Blöder Akkzent.
Gestern lief so eine Stand Up Comedian Show und da war so ein Kiwi der lustige Sachen erzählt hat und dann meinte er, er sei nach England geflogen, in ein englisches Pub und dachte sich "Yeah, man, this is England" und dann kam hinter ihm eine Stimme "Ye, Mate! That be 6 Dollas to paaa!" Und dann: "Why? Why are these fricking Aussies everywhere? Travel half around the world, and they are still right behind you!" ;)
Ich mache im Moment viele Bilder in der Schule, damit ihr euch das später vorstellen könnt, wie das so aussah. Aber man kommt sich schon bisschen dumm vor, wenn man ständig mit der Kamera durch die Gegend rennt, wie ein Paparazzi.
Man hat rausgefunden, dass ich im Juni 17 werde und jetzt werde ich von allen Seiten dazu gedrängt, eine Party zu veranstalten, was ich sicher nicht tun werde. Erstens ist 17 ein blöder Geburtstag, man darf nicht mehr und nicht weniger und es ist zwischen 16 und 18. Also nicht mehr 16 aber noch lange keine 18 und ach... es ist einfach unschön. Zweitens kann ich hier ja wohl kaum groß herum feiern. Aber man möchte unbedingt. Hm. Sollen die doch was machen, wenn sie wollen. Ich schlafe derweil.
Wir hatten vor ein paar Tagen wieder mal Assembly und dann kam einer von den Youth Workern daher und meinte, ja, die Assemblys seien ja realtiv langweilig und sie wollen jetzt versuchen die etwas lustiger zu gestalten. Dann sollte aus jedem Haus ein Vertreter auf die Bühne kommen und es hieß, es würde eine Competition veranstaltet werden und der Preis sei ein McDonald's Gutschein. Alle Schüler waren etwas verwirrt und reckten die Hälse, um zu erhaschen, was denn da vor sich ging. Dann meinte Jono, unser Youth Worker, eigentlich würden ja alle free McDonalds bekommen. Es wurde ein Mixer auf die Bühne gebracht, so einer, der Essen ganz klein häxelt, wie ein Zauberstab und dann ein happy meal... Rgh. Vielleicht könnt ihr euch es vorstellen. Das Happymeal (ein Burger, Pommes und eine kleine Cola) kam in den Mixer und dieser wiederliche Brei musste dann getrunken werden. Ich kam mir vor wie bei Jackass. Jeder Teilnehmer bekam schon mal gleich einen Kübel zum spucken bereitgestellt. Ihhh, war das eklig! Und dann hat es der eine überhaupt nicht fertig gebracht also ist plötzlich irgendso ein Kerl aus der siebten Reihe nach vorn gesprungen und hat das Zeug in einem Zug getrunken. Bah! Aber lustig war's. :D
Ansonsten ist im Moment nicht viel los. Nächste Woche sind Exams und ich muss am Dienstag und Freitag nicht zur Schule, weil ich nur vier Exams habe, zwei am Montag und jeweils eins am Mittwoch und Donnerstag. Am Montag drauf ist "Queen's Birthday", da bekommen wir frei. Welche Queen das ist, weiß ich jetzt nicht genau, aber wir bekommen frei und das bedeutet vier Tage Wochenende für mich. Da isses mir egal, wer Geburtstag hat. :)
Cheers!
Jana

Montag, 9. Mai 2011

Seniors

G'day.
Wir haben so ein Schild vor unserer Schule stehen, da werden kommende Events oder vergangene Events angekündigt bzw. berichtet, etc. Im Moment steht dort "Senior Internal Exams Week 5. Start your study NOW"
Hmpf. Ich bin ein senior. Und ich muss die Exams mit schreiben. Aber die zählen ja nicht mal fü Credits! Ach, ich verstehe dieses System immer noch nicht. Bis zur Zehnten Klasse glaube ich, bekommen die gar keine Noten um sie dann hard core ins NCEA System mit den riesigen Exams am Jahresende ein zu führen... ts.
Was ich euch noch erzählen wollte, ist die Geschichte vom Denist Mobile. Oder das Zahnarzt Mobil, wie ich es gerne nenne. Das Zahnarzt Mobil steht seit ungefähr März bei uns auf dem Schulgelände rum. Es ist ein großer blauer Bus und versperrt die Sicht und den Weg zum S-Block. Wenn ich also Physik habe muss ich mich einer langen Schlange von Menschen anschließen, die um das Mobil herum wandern und ständig über Kabel stolpern. Im Zahnarzt Mobil selbst kannst du dich zahntechnisch durch checken lassen... Ich finde das ja irgendwie sinnlos, dafür kann ich auch zum Zahnarzt gehen, aber naja. Kiwi Culture anscheinend.
Ich habe mich wie schon mal erwähnt, breitschlagen lassen. Ich werde zum Schulball gehen. Was ich aber ganz und gar nicht ertragen kann ist das Gerede dadrüber. Zwei Monate vorher!!! Ich kanns nicht mehr hören. Die "Custome made", importierten, $500 Schuhe aus Italien und das strapless dress und das Diadem... es ist mehr verflixt noch mal egal! Also, ich finde ja Abendkleider und sowas schon schön und ich red auch ab und zu mal gerne drüber, aber nicht zwei Monate vorher und nicht ausschließlich! Was die Leute sich für Sorgen machen! Und dann muss da auch noch der professionelle Hair und MakeUp Artist kommen. Alter Falter. Was die für Geld ausgeben... Ts ts ts.
Wenigstens sind Chandree und Ashley, die zwei Mädels mit denen ich am meisten zu tun habe, relativ entspannt und wir werden aus Protest erst drei Wochen vorher Kleider kaufen gehen. Ha. Das klingt ja immer noch übertrieben, aber diese anderen Tröten haben ihre Kleider schon seit einem Monat oder lassen es sich gerade anfertigen...
Neulich saß ich in der Pause mit Chandree, Sean und Troy herum und irgendwer sagte: "Oi, guys. Have you seen the baby pictures of Troy on Facebook?" Und ich meinte: "Oh, the one with the flower? Yeeee..." Während wir noch lachten verbarg Troy sein Gesicht mit den Händen und schüttelte den Kopf... Sean hatte keine Ahnung von was wir redeten und meinte: "Eh? There's a picture of you as a baby with a flower on facebook?" Troy hob den Kopf und sah in verbittert an. "I AM the flower." Es ist mehr so eine Art Anne Geddes Bild. Wenn ihr wisst was ich meine. ;)
Oi. So ein schönes Wort. Auch ein Universalwort, so wie eh. Und es ist NICHT australisch. ;P
Als wir heute in Outdoor saßen und alle etwas missmutig unsere Rock Climbing Booklets fertig stellten, begannen ein paar Juniors in der Turnhalle ein Trampolin und Kästen auf zu bauen. Das Klassenzimmer ist direkt in der Turnhalle, also da ist nur so eine Glastür dazwischen.
Während die Juniors also etwas zweifelnd vor dem Kasten standen und Mr. Base-Powell, ihr Lehrer irgendwas erklärte, lehnten Matt und ich uns immer weiter vorwärts und spähten durch die Glastür. Als die ersten paar zögerliche Versuche anstellten über das Teil zu springen, begannen immer mehr Leute von uns ihre Arbeit liegen zu lassen und stattdessen schamlos durch die Tür zu starren. Irgendwann saß die ganze Klasse grinsend da und beobachtete, wie sie sich mit verzerrten Gesichtern über das Holzding wuchteten. Ich glaube, das war denenn ganz schön unangenehm, als da eine komplette Senior Klasse schadenfreudig hinter sicherem Glas nach draußen zahnte. Irgendwann deuteten sie auf uns und Mr. Base-Powell zuckte nur die Schultern. Matt wollte unbedingt nach draußen und "show them how its done". Aber natürlich durfte er nicht. :)

Jetzt ist es spät, meine Mateys.
Ich seh ich around.
Oh mann. Dieses halb Englisch. brrr! ;)

Cheers.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Term 2

Hallo meine lieben Freunde!
ich dachte, nach so viel außergwöhnlichem schreibe ich mal wieder, wie der normale Alltag hier ist. :) Wenn man normal nennen kann.
Zum Beispiel erzähle ich gern von meiner Mathe Klasse. Da sitze ich ganz hinten, neben mir Sacha und Ricki und daneben Fair. Fair oder Fay (?) kommt aus Thailand. Sie ist schon seit ein einhalb Jahren hier, geht aber in sechs Monaten endgültig zurück nach Hause. Fay oder Fair malt jedes Mal irgendwelche thailändischen Schriftzeichen auf Ricki's Arm. Meistens mit so tiefsinnigen Bedeutungen wie "A story about a ghost" oder "Description of Rickis skuxxy hair". ;) Aber alle sind sich darüber einig, dass Ricki unbedingt sich eins dieser thailändischen Zeilen als Tattoo auf seinen Unterarm stechen lassen muss. :)
Sacha hat in den gesamten elf Wochen des ersten Terms nur eine einzige Sache in Mathe gelernt: Der Scheitelpunkt einer Hyperbel ist, wenn man gerade Calculus durchnimmt, immer Null. Das ist auch alles was er von sich gibt, wenn er etwas gefragt wird. "TURNING POINT IS ALWAYS ZERO!" "Um. Sacha. I didnt ask you that..." "ZERO! Zerooooo!" :P
Ansonsten sitzt wie bereits erwähnt Trent und sein pacific islands accent hinter mir. Ich versteh den Herrn nicht. Also zumindestens 70% was er sagt. Unter ständigem "eh" und "nah" und "cunt" höre ich ab und zu mal irgendwelche Wörter raus. Aber das ist auch alles.
Es gibt hier so einen Standardt Satz, den man sagt, wenn man gefragt wird, warum man etwas nicht getan hat. Also wenn man gerade keine Lust hat, diese Frage ernsthaft zu beantworten. Trent wurde also gestern wegen irgendwas gefragt, warum er irgendeinen Unsinn dann doch gelassen hatte und er sagte: "No, boy, I'm not ruthless enough." Das klingt aber so "Naaaah, boi; I'mma naaa ruththththlesss enaaaf!"
Natürlich sagen das alle, bis auf Sacha. Wenn der irgendwas gefragt wird: "Turning point is always Zero!!!!" ;)
Trent brabbelt auch immer schön vor sich hin und erzählt irgendwelche Witze... "You know, you gotta be careful and aware of a Maori's favourite weapon; the JANDAL..." :D
Oh und der Tornardo ist durch Albany gegangen. Wir sitzen in Englisch und plötzlich ruft Jenny neben mir "A tornado ripped off albany's mall roof!" Aber ich hab davon hier echt nix mitbekommen.
Am Freitag gehen wir Rock Climben mit meiner Outdoor Klasse. Ich hoffe die lassen mich nicht von der Wand fallen.
Mr. Law schmiedet bereits Pläne mich in einen der staubigen Schulbücher Schränke im C-Block zu sperren,damit ich nicht in 3 Monaten abreisen kann. :) Er sagt, er braucht Deutsche, die wären so "hard working". Neulich hat er zu jedem einzelnen ein Kommentar gemacht, als wir rausgingen, bezüglich der gerade gegeben Hausaufgaben. "Brooke, you're lazy. You need to do it. Dion, I know, you will simply forget. Amber, you're fine. Joe, stop hunting for little girls and get your work done... Jana, you're a German. So that is obvious, you will do it." Ich meinte nur so: "Uhhh... okay. thanks, sir." ;)
Mitchell, Sacha und noch ungefähr die halbe Schule waren gestern in Auckland auf dem "Escape the Fate" Konzert und sie sind alle schrecklich begeistert. 300 Leute Arena. Putzig, oder? ;)
Bald stehen unsere Internals an. Das sind kleine Exams in der Mitte des Jahres. Also jetzt. -,- Für food muss ich ständig irgendwelche Bilder aus Magazinen ausschneiden und Sushi machen und neulich hat die andere Klasse Hokey Pokey gemacht. Also nicht das Eis, nur die crunchy stückchen. Das ist purer Zucker... :D Aber so yumm!
Heute bin ich zuhause geblieben, die Erkältung hat mich geholt und mein Kopf tut weh. ich hoffe, morgen läuft alles wieder.
Am letzten Tag der Ferien waren Sean, Troy, Ashley, Chandree und ich im Kino. Es war Chandree's 17 Geburtstag und sie hatte sich doch entschieden nichts großes zu machen. Wir guckten "Thor" und aßen salziges Popcorn. Ja. Wenn du "Popcorn" sagst, dann ist das hier immer salzig. Ich weiß garnicht, ob die süßes haben... Danach wollte ich mit dem Bus nach Hause fahren, aber ab acht Uhr fahren alle Busse nur noch im ZWEI Stunden Takt (!). Troy musste eine Stunde warten und ich konnte auch laufen also entschied ich, ihm ein bisschen Gesellschaft zu leisten. Wir saßen also eine Stunde an der Haltestelle rum, er immer noch mit der 3 D Brille auf (fragt mich jetzt nicht warum) und unterhielten uns über Neuseelands Drogenproblem (das ist aber echt relativ heftig).

So, jetzt muss ich wieder schlafen. Ich bin müde.

Dienstag, 3. Mai 2011

Living a Backpacker's life, Part 2

Die Geschichte geht also nun weiter.
Als es dunkel war in Franz Josef machten wir uns mit Taschenlampen und warmen Jacken auf in den angrenzenden Wald, in dem es eine Höhle voll mit Glühwürmchen geben sollte. Die Wanderung durch das stockfinstere Gestrüpp war schon beeindruckend, die Bäume über uns formten eine Art Tunnel aus Ästen und Blättern zwischen denen nur ab und zu mal ein blasser Mond durch blitzte.
Leider war der Weg zur Höhle auf Grund von Überflutung gesperrt. Auf dem Rückweg allerdings ging ich gerade neben Lea her, als ein großes Viech plötzlich rasend schnell über den Pfad galopierte und im Gebüsch verschwand. Erst verhöhnte man uns und behauptete, es sei sicher ein Vogel gewesen, als plötzlich ein zweites Mal gelbliche Augen aufblitzten und uns beäugten. Wir gingen ganz vorsichtig näher und erkannten tatsächlich ein Opossum, dass im Baum hockte. Und plötzlich war da ein zweites. Wir standen völlig angewurzelt da und dachten, die beiden würden sicher bald das Weite suchen, aber sie schienen doch genau so interessiert an uns wie wir an ihnen. Ich konnte mich dem einen bis auf vielleicht zwei Meter nähern und es schnupperte erfreut, als es etwas verwirrt in das Licht meiner neuen super Taschenlampe (extra fürs Outdoor Camp gekauft. Bei sowas machen die Kiwis keine halben Sachen) blinzelte. Aber plötzlich entschied das eine, was im Baum saß, zum Angriff über zu gehen. Isch schwör's, ich konnte es "Attackeeeeeee" schreien hören, als es sich vom Baum stürzte und gerade wegs natürlich auf mich zu rannte. Ich hab echt diese Trompeten gehört, die sie in den Comics immer spielen, wenn es ein Rittertunier gibt oder sowas. Ich schreckte ziemlich zusammen und sprang gerade noch rechtzeitg zur Seite, bevor es haarscharf an mir vorbei zischte und raschelnd im Gebüsch verschwand.
Am nächsten Tag machte sich etwa die Hälfte der Gruppe zu einem "Half-Day-Glacier-Walk" auf, die anderen gingen im schwarzen Gletschersee kayaken. Übrigends. Ich dachte immer das englische Wort für Gletscher wird "Gleischer" ausgesprochen. Die sagen hier aber alle "Glasier". :)
Natascha und ich, die Geld sparen wollten, unternahmen einen einstündigen Walk bis zum Fuß des Gletschers was sich als ebenfalls ziemlich schön erwies und wir das wirklich riesige Gletschertal begutachten konnten.
Danach guckten wir uns etwas in den kleinen Shops in Franz Josef um. Ich kaufte fleißig Souvenirs und wir entdeckten einen riesigen Kiwi mit Baby-kiwi vor einem Schutz-Zentrum (Kiwis sind nämlich arg vom austerben bedroht. :( Sie werden von Hunden angeriffen und sind doch nur ganz klein und können nicht fliegen)
Am Abend kochten die Jungs, wir hatten sie nach sämtlichen Abendessen, die wir für sie gezaubert hatten, dazu verdonnert. Es gab Butter Chicken und wir guckten alle in dem Mini Fernseher im Zimmer Desperate Housewives mit den natürlich qualifizierten Kommentaren unserer männlichen Begleiter im Rücken. ;)
Am nächsten Tag ging es früh weiter in Richtung Queenstown. Der Weg ist ziemlich lang und es war eine relativ lustige und unglaublich landschaftlich spektakuläre Autofahrt. Das Meer war leuchtend blau und wir fuhren an Regenwäldern und Steilklippen vorbei.
Endlich in Queenstown angekommen waren alle unglaublich begeistert. Das ist wirklich Backpacker's City. Die Accomondation war bahnbrechend, lauter nette Leute um dich herum und die Stadt ist voll mit mehr davon. Auch wenn es sehr touristisch ist, mir hat's bestens gefallen. Es war schon Abend als wir endlich ankamenm, also wurde uns noch kurz die "Station" gezeigt, von wo aus alle Bungys und Skydives ausgehen und wir kauften unsere Tickets. Ich kaufte mein Nevis Ticket von einem Herrn, der anscheinend D-Haarf hieß. Er hatte die beeindruckensten Surfer Locken, die ich je gesehen hatte. Als wir in fragten, ob er denn den Nevis schon mal gesprungen sei, kam ein "Nein. Ich war kurz davor. Aber ich habe Höhenangst"... :D Die Station ist ein wirklich cooler Ort. Es gibt ca. zehn Computer mit freiem Internetzugang, einen Haufen an Bungy Merchandise, also T-Shirts, Pullis, Schlüsselanhänger, etc. und es laufen ständig diese Bungy Videos von sämtlichen Bungy und Swing Stätten in Queenstown. :)
Am nächsten Tag stand für ein paar der Skydive an.
Lea, Sophia und ich, die keinen geplant hatten, nahmen die Gondel um auf einen relativ hohen Berg oder Hügel in Queenstown zu fahren. Dort oben entschieden sich die beiden für einen Paragilde Flug über Queenstown. Ruck zuck ging das und die beiden starteten mit Shane und Mike ca. fünfzehn Minuten später vom Berg aus und ich guckten von oben zu.
Als sie wieder hoch gondelten erzählten sie mir begeistert  davon und wir machten ein paar hübsche Bilder und hatten unglaublich viel Spaß an zwei Luge Fahrten. Das ist so eine Art Gocart Bahn...
Wieder unten angekommen in Queenstown machten wir uns auf Souvenir Jagdt und schauten einem neunjährigen Mädchen zu, dass mit einer Stahlseiten-Gitarre und einem Pappschild Hotel California sang... Sie sammelte für ihren Hund oder so, aber der Gesang war echt unglaublich. :)
Am Abend wurden sämtliche Skydive Videos begutachtet und wir lachten uns tot über die unschönen Falten, die sich bei jedem bilden, wenn er gerade aus 12.000 Fuß aus einem Flugzeug springt, ohne Fallschirm für die ersten 45 Sekunden. :)
Am nächsten Tag war es Nevis-Time und wir waren alle mehr oder weniger nervös. Aber das lustige war, dass wir drei Mädels und drei Jungs waren, die Jungs aber immer weißer und stiller wurden, während wir fröhlich quatschten. Wir durften zuerst bei der Kawaru Bridge zugucken. Das ist die Original Bungy Site, also die erste der Welt. Man springt 45 Meter über einem echt wunderschönen Fluss. Wir haben ein paar wirklich lustigen Japanern zugeschaut, die wie eine Kugel sich herabrollten und dann spitz aufschrien, als es plötzlich in den freien Fall ging.
Endlich kam unser Bus und wir fuhren eine ziemliche ungesicherte Straße aufwärts einen Berg hoch. Es staubte und rumpelte gewaltig. Oben angekommen fragte der Busfahrer, wer von den geladenen Leuten denn den Nevis Arc Swing machen würde. Das ist nämlich direkt neben dem Bungy, ist aber eben eine Swing. Wir dachten, dass die gestandenen Kerle, die mit uns zum Teil im Bus saßen wohl auch den Bungy machen würden, es stellte sich aber heraus, dass wir die einzigen waren.
Dan kam also der Bungy selbst. Erst mal muss man in so einen Gurt steigen und ich vergaß kurz meine Nervosität. als ich erst die normalen Toiletten sah, die auf den Schildern jeweils einen Mann oder eine Frau (wie die halt auf diesen klassischen Toilettenschildern eben aussehen) kopfüber an einem Bungy Seil zeigten und dann das Behinderten Klo, was den klassischen grob gezeichneten Rollstuhlfahrer am Bungy Seil zeigte.
Dann fuhren wir mit einer kleinen Gondel an einem Drahtseil zum Bungy Häusschen, dass fast frei schwebend ca. 150 Meter über einer Schlucht hängt. Da wurde mir schon irgendwie gruselig...
Die meisten haben schon gehört wies war. Toll. Ich kann hier nicht die ganze Beschreibung reinstellen, es war einfach und schlichtweg bombastisch. Der Sprung mit 8 Sekunden freiem Fall hat sich angefühlt, als würde man Fliegen. Nur ich hatte wieder Probleme am Schluss. Man sagte mir, ich sollte beim zweiten Bouncer die rote Leine an meinem Bein ziehen, dadurch würde der Verschluss an meinen Füßen sich lösen, sodass ich sitztend rauf gezogen werden konnte, und nicht kopfüber hängend. Ich hatte keine Ahnung ob ich oben oder unten war, als ich bouncte also zog ich irgendwann das rote Ding und hatte es dann plötzlich in der Hand. Nur hing ich immer noch an den Füßen. Man kommt sich schon blöd vor, wenn man da so rumhängt, immer noch so dreißig Meter über dem Boden und verzweifelt an irgendwas zieht. Ich hatte Angst, dass ich irgendwas falsches ziehe und plötzlich nochmal freien Fall erlebe... Naja. Irgendwann schaffte ich es ja dann.
Wir waren am Abend alle in der Kücher versammelt und jeder erzählte jedem, was er oder sie gemacht hatte, einschließlich irgendwelche Franzosen, die uns mal Salz geliehen hatten. Wir saßen am Tisch und redeten in allen erdenklichen Sprachen bis es ziemlich spät war.
Es war am nächsten Tag schon wieder Zeit "Bye Bye Queenstown" zu sagen und wir fuhren weiter.
Unser nächster Stop war Puzzle World. Dort gibt es ein Labyrinth und jede Menge optische Täuschungen und Hologramme. Ich fands toll.
Leider verdrehte ich mir bei einem der Stops beim Auststeigen den Knöchel und lag halb unterdrückt schreiend, halb keuchend auf dem Asphalt. Es hat so richtig scheiß weh getan... Ergebnis? Zwei Tage nicht richtig laufen können. Wir kamen in Kaikoura an und ich hopste auf einem Bein durch die Gegend. Dort gab es aber einen Pool und ich ließ es mir dann doch nicht nehmen, einbeinig Wasservolleyball mit allen zu spielen. Die zwei Nächte in Kaikoura waren eher unschön. Aufgrund von schlechtem Wetter wurde das Dolphine Schwimmen gestrichen und wir saßen leicht frustriert herum. Ein Mal gingen wir zur Seal Kolonie, aber das war auch schon das Highlight. Wenigstens konnte mein Fuß halbwegs heilen.
Am nächsten Tag ging es schon wieder Richtung Picton und zur Fähre nach Wellington. Es windete unglaublich und wir waren erst mal verspätet... Dann der Seegang. Ist eher unschön bei mir. ich verbrachte vier Stunden draußen an der Rehling. Erst im T Shirt, aber als der Wind dann immer peitschender wurde fand mich irgendwer tropfnass und bibbernd und man brachte mir sämtliche Pullover der anderen Leute. Reingehen konnte ich ja nicht. Da übergab sich gerade die Hälft aller anderen Passagiere. Irgendwann kamen David und Tom, nun aufgrund meiner Pullover Stehlerei im T Shirt, heraus, führten komische Tänze auf und versuchten mich halbwegs auf zu muntern. Gott sei Dank überlebte ich und wir liefen am Abend in Wellington ein. Dann ging aber noch kurzer Hand David verloren, der während dem Aussteigen unbedingt zur Toilette wollte und dann nicht mehr zum Auto fand und schließlich verwirrt umher wandernd sich den Fußgängern anschloss und im Terminal landete.
Wir waren im gleichen Backpacker's wie auf dem Hinweg. Als ich aus dem Lift ausstieg stand plötzlich ein mittelalterlicher Herr mit Rastas und buntem T Shirt vor mir, verbreitete einen leicht süßlichen Duft und als ich zur Seite trat und "Sorry" sagte grinste er leicht glasig und meinte "Eh! Dont be sorry! Life is too beautiful to be sorry!" ERM! ;)
Eigentlich hätten wir den nächsten Morgen in Wellington gehabt, aber es stürmte so sehr, dass man sich wirklich (das ist keine Übertreibung) in den Wind legen konnte ohne um zu fallen. Wir fuhren also weiter, zu unserer letzten Accomondation. Es war ein Backpackers im National Park. Dort entschied ich mich dann abends kurzer Hand tot krank zu werden und kotzte mich durch die gesamte Nacht. Leider war das genau die Nacht in der wir uns ein Zimmer mit den unaustehlichen Tanten teilen mussten und in gewisser Weise freut es mich, dass ich sie alle zehn Minuten durch grässliches Würgen aufweckte... :)
Zuvor hatten wir noch Lord of the Rings in der Lounge geguckt und Sophia, die keinen der Filme gesehen hatte, sämtlichen Inhalt erzählt. :)
Am letzten Tag fuhren wir also wieder zurück nach Auckland und machten kurz bei den "Gollum Falls" halt. Dort wurden die Szenen aus Herr der Ringe 2 (glaube ich) gedreht, wo Frodo, Sam und Gollum auf Pharamir treffen und wo Gollum sein Lied mit dem "Heut auf den Tisch kommt heut ein Fisch, ..." singt.
Schließlich kamen wir wieder am Orewa College an und Lea's 24-jähriger (!) Gastvater brachte mich dann mit Sack und Pack nach Hause, weil es der Geburtstag meiner Gastmama war.
Puh. Also. Das war so im groben der Trip. Ich hoffe es ist genug...
Cheers Mateys!

Montag, 2. Mai 2011

Living a Backpacker's life, Part 1

Meine lieben Freunde. Ich habe mich entgültig aufgerafft den Südinselbericht zu schreiben. Das wird ein langer Post. -,- Also machen wir uns besser an die Arbeit.
Losgegangen ist die Reise am Freitag Morgen, theoretisch mein letzter Schultag, aber ich durfte zuhause bleiben, weil Natasha (die Reiseleiterin oder wie man das auch immer nennen möchte) mich um halb zwölf Uhr abgeholt hat. Ich saß also mit Sack und Pack vor unserer Haustür und wartete. Ich hab mir ein bisschen Sorgen gemacht, weil ich ja eigentlich niemanden auf diesem Trip kannte und ich mir einfach generell immer Sorgen mache.
Schließlich kam Natasha auch, traditionell für alle Kiwis wie immer zu spät und wir fuhren zum Orewa College, wo alle anderen waren und von wo aus es los gehen sollte.
Angekommen sprang ich aus dem Auto, packte meine Tasche und ging auf die erste Gruppe von Leuten zu, die ich sehen konnte. Es waren ca. acht Mädels und zunächst glaubte ich, die würden alle mitkommen. Es stellte sich aber heraus, dass nur drei mitkamen der Rest war zum Verabschieden da (?)...
Allerdings war ich schnell leicht angenervt, als die ersten paar Gespräche mit mir sich ausschließlich darum handelten, ob ich denn auch hier zugenommen hätte und ob wohl die pinke Hose doch in den Koffer hätte kommen sollen, aber dann wäre ja kein Platz mehr für das lila blass blaue Oberteil gewesen... -,-
Es waren zwei Vans da, einer mit Platz für ca. sechs Leute, der andere für ca. acht. Ich entschied mich gegen den großen Van mit den quakenden Mädels (die sich nun tatsächlich über Lipgloss und Labello unterhielten) und stieg in den etwas schrottigeren grünen Van, zusammen mit den einzigen drei Jungs und einem Mädel, dass mir zumindestens ziemlich nett vorkam. Alle natürlich deutsch. Wie immer hier.
Den einen Kerl kannte ich schon, der geht bei mir auf die Schule. Allerdings ist der auch eher auf der nervtötenden Seite. Die anderen stellten sich als Tom und David vor, viel bekam ich aber dann auch nicht mehr mit von denen während der Fahrt, da sie sofort in einen narkotischen Schlaf verfielen. Das Mädchen hieß Natascha und auch sie schlief die meiste Zeit, während wir in Richtung Taupo fuhren.
Als wir Auckland hinter uns gelassen hatten machten wir kurz in Cambridge halt, fürs Mittagessen. Dort konnte ich mich dann mit zunächst Tom und Natasche schnell verbünden, als wir uns unsere gemeinsame Abneigung gegen die drei Quack-Tanten versichern konnten. David und Tom suchten den nächsten KFC auf und ich verstand mich ziemlich gut mit den drein.
In Taupo angekommen gab es drei vierer Zimmer im Backpackers für die Mädels. Eins besetzten Bianca und ihre Schwafel Crew, ein die vier einzigen Chilenen und Natascha und ich gingen also in eins mit Sophia und Lea. Die beiden waren relativ ruhig gewesen, doch nachdem wir sie zuerst mal dabei erwischten, wie sie etwas verwirrt, aber unwissend im Männerklo rumstanden und zusammen danach das Backpacker's erkundenten, merkten wir, dass wir alle super coole Menschen waren und redeten fast die ganze Nacht durch. ;)
Nun muss ich ganz kurz was zu Backpackers sagen. Das sind keine Motels, viel besser. Meistens gibt es so art Hüttchen oder Blocks mit ein paar, etwas spartanischen aber äußerst sauberen Zimmern, eine große Gemeinschaftsküche und -Bad, manchmal gabs auch eins im Zimmer. In Taupo war das kein einziges Gebäude sondern mehr so ein Gelände, mit einzelnen kleineren Gebäuden. Oft haben die auch so genannte Spa-Pools, als Whirlpools und Billiardräume o.ä. Man trifft jede Menge junge Leute, von überall auf der Welt. Unsere Jugendherbergen sind echt nix dagegen. Es ist immer gemütlich dort und oft haben die Lounges mit TV, Kaminfeuer und Büchern, Couches und die ein oder andere einäugige Katze. :)
An unserem ersten Abend in Taupo machte ich also jedenfalls schnell die Freunde, mit denen ich den Rest des Trips verbringen würde.
Eigentlich hatte ich am nächsten Tag meinen Bungee geplant, aber es schüttete wie aus Eimern. Ich cancelte das also und entschied mich mehr so aus einem Impuls mit den anderen den Nevis Bungy in Queenstown zu machen. Der war halt mal so ca. 90 Meter höher. :)
Wir fuhren von Taupo nach Wellington, kaum drehten sich die Räder verfielen David und Tom wieder ins Land der Träume und ich ließ mich von meiner brandneuen iTunes Mediathek die Ohren zu dröhnen. (Das Tauschgeschäft mit Musik ist ganz groß an meiner Schule. :P)
Die Fahrt ist eher unspektakulär. Jede Menge grüne Hügel, ab und zu mal ein kleines Kaff und ein paar Kühe (Jawohl. Kühe. Nicht Schafe).
Wir erreichten Wellington am frühen Abend und machten uns von unserem beeindurckend luxoriösen Backpackers auf nach Downtown um noch schnell in die Geschäffte zu huschen. Bei denen is ja schon um fünf Feierabend. Jaja. Kiwis eben. :D
Wellington ist echt wunderschön. Klein und niedlich und voll mit coolen Lädchen und Band T-Shirts (YAY!). Rockshop gab es auch und ich wunderte mich erst ein bisschen, als ich etwas andächtig vor einer knall blauen E-Gitarre stand und plötzlich Lea neben mir hatte. Da fanden wir dann unseren gemeinsamen Musikgeschmack raus, womit wir die anderen beiden Mädels in der folgenden Nacht dann wohl etwas nervten, als wir sämtliche Bands von vorne bis hinten durchdiskutierten. :P
Früh, sehr früh, ging es weiter. Wir mussten die Fähe um sieben nehmen... SIEBEN!!!
Gott sei Dank war das Meer ruhig und die dreistündig Überfahrt war angenehm.
Dann waren wir also endlich auf der Südinsel angekommen. Picton. Alle hatten den Fotoapperat draußen, als wir ein Bild nach dem anderen schossen, während wir Richtung Westport fuhren. Die Südinsel ist landschaftlich echt was ganz anderes. Überall sind Berge und Klippen, Palmen und Regenwälder, Wasserfälle und reißende Flüsse. :) Der Herr der Ringe war definitiv zu sehen und wir überlegten, ob wohl gleich Orlando Bloom mit blonder Perrücke oder vielleicht Viggo Mortenson auf einem Pferd aus dem dichten Busch brechen würde. ;) Auf dem Weg machten wir bei der "Swingbridge" halt, eine Hängebrücke, relativ lang und über einem wunderschönen kleinen Bergfluss. Nur die Moskitos, oder Mossis, wie sie genannt werden, wurden lästig.
Unser Backpackers war dieses Mal besonders gemütlich und wir verbrachten den ganzen Abend beim Kaminfeuer, mit einer schwarzen Katze auf meinem Schoß und ein paar anderen Backpackers, alle mit Tüchern auf dem Kopf, zum Teil Dreadlocks und jeder Menge Stories.
Ich schloss mich ein paar Mal aus dem Zimmer aus und versuchte dann die Tür auf zu brechen, bis mich endlich eine der Chileninnen fand, mit denen wir unser 6-er Zimmer teilten.
Am nächsten Tag tuckerten wir weiter, diesmal hieß das Ziel Franz Josef.
Auf dem Weg dorthin kamen wir an Hokitika vorbei, ein kleines verschlafenes Örtchen mit einem Kiwi Museum, wo es auch einen echten Kiwi gab. Kiwis mögen die Dunkelheit sehr und die Menschen wenig, also ist es relativ schwer sie in ihrem abgedunkelten Gehege zu sehen. Der Kiwi tat erst so, als sei er ein Stein und raschelte dann etwas im Gebüsch herum, sein langer Schnabel leuchtete ab und zu mal gelb auf, aber viel sah man nicht.
Außerdem kamen wir an den berühmten Pancake Rocks vorbei. Das sind so Art geschichtete Steinformationen an der Küste mit so genannten Blowholes in die das Wasser läuft und dann unter Spritzen und Spratzen wieder rauskatapultiert wird.
Dort gab es übrigends die weltbesten Nachos.
Angekommen in Franz Josef, bei unserem Backpackers "Chateau Franz" spielten Natascha, Tom, David und ich etwas Rugby, bzw. ich rannte mit dem Ball davon, alle hinterher und natürlich haben die Jungs mich "nicht getakelt, sonst wärst du ja tot gewesen"... Jaja. Den Ball hatte ich trotzdem. :P
Später wollten sich Lea und ich Toms Laptop ausleihen, wir klopften also an die Tür. Keine Antwort. Ich: "Tommyyyyy..." Man hört Gerumpel. "Fuck." Mehr Gerumpel. Die Tür öffnet sich einen Spalt. "Waaas?", fragt eine verschlafene Stimme. "Es ist acht Uhr abends. Warum schläfst du??" ;)

So. Jetzt will ich nicht mehr schreiben. Im nächsten Teil werdet ihr sehen, warum ich fast von einem Opossum getötet wurde und warum wir alle uns an einem bestimmten Punkt über Faltencreme Gedanken machen mussten.

Donnerstag, 14. April 2011

Down South, where the rainforest awaits you with a silent smile

Jep, me mates. Es geht auf in den Süden. Morgen früh werde ich los brausen. Heute war dann also mein letzter Schultag im Term 1.
Da unten werde ich wohl kaum Internet haben, also werdet ihr jetzt mal zwei Wochen nix von mir hören (Ohhh). Ich werde mich natürlich danach wieder melden.
Aber jetzt freue ich mich erst mal auf die wohlverdienten Ferien. Und am letzten Wochenende haben Chandree und Max gleichzeitig am 1. Mai Geburtstag und wir werden natürlich feiern.

Ich kann gar nicht glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist. Es ist bald Halbzeit und es fühlt sich an wie gestern, als ich als verstörter, deutscher Knautsch im Auckland Airport herum gestolpert bin.
Ich werde mehr und mehr zum Kiwi und ich liebe dieses Land und seine Leute so sehr. Ich weiß, dass dies eines der besten Dinge ist, die ich je in meinem Leben machen werde. Diese Erfahrungen kann mir niemand mehr weg nehmen und egal ob sie gut oder schlecht sind, ich lerne so viel daraus. Und ich werde ein bisschen zu einem anderen Menschen. Aber nur im positiven Sinne.
Ich merke, wie hier eine Persönlichkeit zum Vorschein kommt, für die in Deutschland niemals Zeit war. Zeit. ich habe hier plötzlich Zeit.

Wünsche euch allen schöne Osterferien!

Dienstag, 12. April 2011

Kiwi Facts, Part VI

skuxx = original bedeutung ist sowas wie eine männliche prostituierte, ist aber vollkommen davon abgewichen... skuxx ist immer noch die bezeichnung für eine Person. Diese Person muss eben besagte gespikte Haare haben, und zwar eher hard core gespikt, mit viel Wachs und/oder Spray... ansonsten ist skuxx ebenfalls zum Universalwort geworden. Man kann sich skuxx vorstellen, wie eine von diesen Animee Figuren, die diese Stacheln auf dem Kopf haben. Oder wie Sonic.
gizze a geez = eigentlich "give it a go" , zum Beispiel wenn du einen Schluck von einem Getränk von jemand anderem haben willst ODERE wenn du jemand ermutigen willst, etwas zu tun
gizze a gowk = eigentlich "give it a look"... Da, schau dir das mal an.
cunt = eher britisch, böser Insult. Aber auch unter männlichen Freunden ständig im Gebrauch
feijoas=Früchte, die am Baum wachsen. Schmecken wie Sternfrucht, sind aber klein und oval... man isst sie wie Kiwis, sind aber nicht pelzig.
Welli = Welligton
NZer = Neuseeländer (also gesprochen ÄnnSettter)

Sämtliche "u" s werden zu "a" s gemacht. Also zum Beispiel "Curry" wird zu "Carry".

King of the SKUXX

owsid?

was "skuxx" genau heißt, das erkläre ich in einer weiteren runde Kiwi Facts. Aber ich kann euch sagen, dass es eines der meist gebrauchten Wörter in der Schule ist. Im Grunde wird es als Ausruf gebraucht, wenn jemand mit gespiketen Haaren daher kommt. Zum Beispiel Sacha. Oder ich. Oder Ricki, mein neuster Kumpane. :) "Yee, skuxx man!"
Ricki ist bekannt als "the king of the skuxx", vorallem seit er sich blonde highlights hat machen lassen. Ich sitze inzwischen in Mathe und Physik neben ihm und er ist einer der besten Deutschschüler. Was nicht sonderlich viel heißt. :) In Mathe sitzt jetzt Trent hinter mir. Trent hat einen dermaßenen Pacific Islands Accent, dass es nur so kracht. Der klingt echt wahnsinnig komisch. Ich werde ihn mal aufnehmen.
Ricki hat mir ein paar weitere schöne Kiwi Wörter beigebracht und ich bringe ihm immer mehr Deutsch bei. "Ick liebe diiiich..." Hunder mal hintereinander. Zu allem und jedem. Vor allem Ricki und Sacha, die realtiv gut befreundet sind. Das ist hier überhaupt so, dass die Freundschaften unter Jungs meistens ziemlich tief sind, weil die sich ja alle schon seit dem Kindergarten kennen. Wenn du mit ein paar Leuten unterwegs bist ist ein ständiges "I love you, man." von allen Seiten keineswegs unnormal. :)
Ich saß heute während Lunch mit ein paar Leuten auf die Fields rum und habe mich gewundert, warum die Sonne schon wieder so glühend heiß auf uns herunter strahlte. Außerdem wurde ich von Max' glänzendem "Prevet" Abzeichen geblendet. "Prevets" sind Year 13er, die sowas wie Schulsprecher sind, aber es gibt mehr als nur zwei. Wir unterhielten uns so ein bisschen über diese ganze Prevet Geschichte und er erzählte mir, dass die erste Runde von Abzeichen wieder zurück geschickt werden musste, weil ein "a" in "Whangaparaoa" gefehlt hatte. Pf! Während er sich noch darüber entrüstete versuchte ich mein volles Verständnis für diesen Fehler zu verbergen... Das Wort hat aber wirklich zu viele "a"s. :D
Am Montag haben wir Baseball in Outdoor gespielt. Ha ha. Ich kann ja nen Ball treffen, aber Baseball ist der Inbegriff von zu vielen, zu komplizierten Regeln. Das war echt heiter. Also für alle anderen... Ich rannte lachend von Base zu Base und versuchte zu verstehen was los war...
Nach den Ferien wollen Michael und Ricki mir Autofahren beibringen. In Red Beach, Shakespear Park... Naja. Mal sehen. ;)
Ich wollte mir am Wochenende ein paar warme Pullover und Longsleaves kaufen, für meinen Südinsel Trip. Also entweder sind die Nordinselianer paranoid und seltsam oder die Südinsel gleicht der Antarktis.
"OUHH! South Island??? You better take a skiing jacket and lots of sweat shirts... What?! Just ONE sleeping bag?"
Wenn ich dann frage, ob die schon mal unten waren: "Ummm... no."
Jaja. Die Südinselianer selbst sind da viel relaxter. Ich werde wohl wieder den goldenen Mittelweg wählen.
Inzwischen freu ich mich immer auf die Morgene in der Schule. Zuerst komm ich an, da sitzen da schon Chandree und Troy, diskutieren über irgendwelche bösen Leute. Troy ist immer relativ leicht in der Menge zu spotten, seine unnatürlich orange-blonden Haare (die jetzt etwas besser geworden sind... Immer noch unnatürlich, aber nicht mehr orange. :)) stechen immer besonders raus.
Dann kommt Sean an... Eigentlich stolpert er mehr die Treppen runter, etwas desorientiert und bemerkt meistens nach fünf oder zehn Minuten, dass er heute einen Chemie, Bio oder sonst was Test hat... "AHHH"
Dann wird hektisch in der Tasche gesucht, nur um fest zu stellen, dass er natürlich heute das Chemie, Bio oder sonst was Buch vergessen hat. "AHHH"
Er guckt sich um und schleicht sich dann an Leute heran und versucht ihr Buch aus dem offenen Rucksack zu stehlen... Und dann wird hektisch irgendwas gelernt bis er beleidigt das Buch von dannen wirft und behauptet er würde so wie so nie irgendwas verstehen... :D
Jajaja.
Währenddessen streite ich mich mit Troy darüber, ob ich Stimmen im Kopf habe (lange Geschichte, ich habe keine Lust die zu erzählen, vor allem weil sich Troy die hälfte KOMPLETT AUSGEDACHT hat...;)) Er versucht mir die Haare durcheinander zu bringen und ich steche in so lange in die Seite, bis wir beide lachend von der kleinen Mauer kippen und unschön aufschlagen. ;)
Chandree versucht Sean irgendwas bei zu bringen während er immer mehr schmollt (natürlich ist das eine einzige Show) und sie schließlich dazu übergeht mich davon überzeugen zu wollen auf den School Ball im Juni zu gehen.... :)
Neulich musste ich mich außerdem darüber streiten, welche Farbe Glück symbolsiert und ich für Blau plädierte, während Troy hartnäckig auf Gelb bestand. :) Jede Menge Unsinnsgeschwafel also am frühen Morgen. Und natürlich darf man die Wett-Gähnerei der gesamten Schüler nicht vergessen.

So. Ich hoffe euch gehts gut!
Tata

Samstag, 9. April 2011

Video Problems

Heya,

ich wollte euch nur schnell mitteilen, dass ich leider nicht in der Lage bin, das äußerst schöne Video, in dem wir diskutieren ob es denn nun Matts Fehler war oder nicht, hier auf meinem Blog zu posten. Ich habe es jetzt auf Facebook hochgeladen und hoffe ihr könnt es sehen! :)
Und dann wollte ich euch noch ein schönes Wort vorstellen, dass ich gestern in Englisch kennen gelernt habe. Mr. Law redete darüber, dass Joe's Freundin in der 10. Klasse ist gerade erst 14 geworden ist. Darauf hin bezeichnete er Joes als "Cradle-Snatcher"... :P

Dienstag, 5. April 2011

Survive the rain

G'Day Mates,
wir hatten heute survival swimming in Outdoor Ed. Das war relativ lustig, erstmal 200 meter schwimmen und dann mindestens drei Minuten im Wasser bleiben ohne den Boden zu berühren und ohne sich auf den Rücken zu legen und einen auf "toten Mann" machen. Also im Prinzip Wasser treten. Das ist relativ anstrengend und nächstes Mal müssen wir es in voller Montur, samt Trackpants und Pullover machen. Ich war ziemlich zufrieden als ich immer noch wie ein etwas verwirrter Korken auf dem Wasser floatete nachdem wir nach 8 Minuten aus dem Pool gescheucht wurden. :P
Leider bedeutet Schwimmen nasse Haare und nasse Haare heißen bei mir Locken und RGH! Ich suchte also während Morning Tea nach einer Steckdose, doch nichts war da.
Doch dann begann es plötzlich, und ich meine plötzlich, innerhalb von drei Sekunden von Sonnenschein auf totalen, sinflut Schauer (das ist echt keine Übertreibung. Drei Sekunden.) zu regnen. Ich flüchtete mich also mit Troy und Mitchell in eines der Klassenzimmer und um dem Gebrabbel von ein paar Siebtklässlern zu entkommen gingen wir in so eine Art Staff Room, der leer stand. Dort fand ich tatsächlich eine Steckdose, doch um diese zu benutzen musste das Telefon ausgesteckt werden. Ich sah Troy fragend an und er meinte nur: "Do it. That's the Staff phone. But who cares, really." Ich steckte also das Telefon aus und begann mir, mit Hilfe von einer Webcam die Haare zu glätten. :D Draußen ging die Welt immer mal wieder in Sequenzen unter und wir unterhielten uns über straightning irons... und windsurfen.
Heute hat es einen eiskalten Wind gehabt, von gestrigen 28°C auf 15°C.... Das war schon ganz schön kühl...
Ich habe mein Food Promo Material für mein Assessment fertig gestellt. Chandree, Conner und ich haben eine Kochshow auf die Beine gestellt. Das war unglaublich lustig, nachdem mir plötzlich das Wort für Pfannenwender nicht mehr einfiel und ich ca. zehn Sekunden etwas rumstottere und fröhlich Öl in die Pfanne gieße... ;)
Nur noch zwei Wochen und dann ist Term 1 schon zu Ende und für mich gehts für 2 Wochen auf die Südinsel samt Bungee Jump und Schwimmen mit Delphinen. :)

Tata. :D

Samstag, 2. April 2011

Kiwi Facts, Part V

hipes = viele, viel (hipes of xy)
marm = Marmite
wag = Schule schwänzen
no worries = keine Sorge... (das sagen die ständig)
Good on ya! = Gut gemacht, allgemeiner Ausdruck von Wertschätzung, auch variiert als "Good on her/him"
JIC = Just In Case... ich hab das nach vielen Kombinationsmöglichkeiten, die ich im Kopf durchgegangen bin, herausgefunden. ;)
Snickers Bread = Brot mit Nutella und Erdnussbutter drauf. Eigentlich ist das mehr "troy" als neuseeländisch, er hats mir beigebracht. Und es schmeckt! :D
Trumpet = unser Cornetto Eis
ads = Werbung im TV
Bob's your uncle = heißt so viel wie: Da...! mehr gibts jetzt nicht.
brilliant = gibts ja überall anders auch, aber die benutzen das hier echt pausenlos
candyfloss = Zuckerwatte (im Gegensatz zu cotton candy, wie's sonst auf Englisch heißt. Die sagen hier eben "Süßigkeiten Zahnseide" xD)
chippys = Chips
nappy / nappkin = Windel und NICHT serviette!!!
pissed = betrunken
tea towel = Küchenhandtuch
yanks = Amerikaner
pom = Engländer
dairy = nicht nur Milchprodukte, sondern auch so eine Art Tankstellen-Shop mit teurer Schokolade, Chips, Bier, Brot, etc.
Naught = Null, im Matheunterricht. "Naught point Four Seven" = 0.47 bzw. 0,47, wie wir es schreiben würden.
arse = Hintern... die sagen tatsächlich das "R" und nicht ass, wie die Amerikaner

ansonsten wird das "r" kaum gesagt. Statt DOOR sagen die mehr DOO.

Donnerstag, 31. März 2011

Walking in NZ

Outdoor Camp

G'day!
Also, mal davon abgesehen, dass hier eine nervige Fliege um mich herumschwirrt, geht es mir gerade ziemlich gut. Ich bin vor ca. einer Stunde vom Outdoor Ed. Camo zurück gekommen. Das war unglaublich cool, ich muss es alles ganz schnell aufschreiben, damit ich nichts vergesse.
Ich stand also am Mittwoch morgen mit Sack und Pack in Mufti vor der Schule, zusammen mit den 70 anderen outdoor Schülern und wir haben auf den Bus gewartet. Es fing schon mal damit an, dass Taylor, ein Schrank von einem Maori, einen riesigen Koffer (!) dabei hatte, mehr als drei Mädels zusammen und fröhlich damit den Platz für alle anderen Taschen versperrte. Matt hingegen kam mit nichts anderem, als einem kleinen Rucksack für seine Klamotten und drei Plastiktüten, vollgestopft mit Essen plus einer Kühltruhe, ebenfalls mit nichts als Nahrung darin.
Außerdem musste ich mich kurz totlachen als Jason auftauchte, mit einem riesigen Strohhut auf dem Kopf mit breiter Krempe, den er übrigends das ganze Camp nicht abnahm, nur ein mal, um in Matt aus zu leihen. :)
Wir stiegen also alle ein, eine Stunde lang die Fahrt ins Grüne. Es ist echt erstaunlich wie schnell du hier halb im Busch bist.
Angekommen am Camping Platz schleppten wir unseren Kram den Hügel rauf und bauten unsere Zelte auf, was einigem Kombinationsvermögen bedurfte. Die Aussicht war richtig gigantisch, allerdings wurden wir durchgehend von einer Kuh belästigt, die anscheinend auf dem gegenüberliegenden Hügel hauste und herum muhte... Alle fünf Minuten. Mein Nachbar Mornet beschwerte sich lauthals über den tierischen Lärm. "What is UP with that cow???"
Unsere Klasse hatte zuerst ABL (Adventure Based Learning), wir mussten also ein paar Gruppenaktivitäten machen, zum Beispiel gab es da ein Seil, was relativ hoch gespannt war und wir musste alle in der Gruppe auf die andere Seite bringen, ohne das Seil zu berühren oder unter ihm durch zu gehen. Das geht, bis halt zwei Leute über sind. Schließlich entschloss sich Taylor (besagter Maori) den Sprung zu wagen und sprang schließlich mit dem Kopf voraus halsbrecherisch auf die andere Seite, rollte sich aber gott sei dank relativ geschickt ab.
Dann sollten wir eigentlich schnorcheln gehen, aber auf der Spitze der Nordinsel bewegte sich ein tropischer Wirbelsturm, der zwar nicht herunter kam (wir hatten richtiges tolles Wetter), aber dafür hohe Wellen an die Küste warf und es auch beinahe zu gefährlich fürs Schwimmen machte.
Wir wanderten also erst mal ein paar Hügel rauf und fanden uns etwas überrascht in einem Regenwald wieder. Dort entflammte eine brennende Disskussion wessen Fehler es denn nun gewesen sei, dass Matt gegen die Wand gerannt ist (siehe vorherige Einträge). Ich habe das ganze auf Video. Ihr werdet es sehen. :D
Wir wanderten also durch die Gegend und guckten uns das Meer von oben an. Dann wanderten wir wieder herunter und sprangen kurz ins Wasser um die Hitze los zu werden. Dabei wäre ich fast gestorben... Diese verfluchten Wellen haben einen erstens unglaublich schnell raus gezogen und zweitens ständig spitzige Felsen umher geworfen, die dann unschön an meine Beine schlugen und schrecklich schmerzten. Aber es war trotzdem schön ein bisschen rum zu planschen. :)
Dann ging's zurück zum Camp und wir kochten unser Abendessen: Hamburger. Wir waren bestens ausgerüstet: Fleischpflanzerl, Burgerbrote, Tomaten, Ketchup, Mayonese, Käse,...
Am Abend kam Taylor uns besuchen, bewaffnet mit einem einschüchterden Messer, sodass jeder ihn um mindestens zehn Meter umging, wenn er wieder mal, völlig ohne Grund jemandem zu rief: "Eh! What didcha say 'bout my mama?" ;) Eigentlich brauchte er nur Hilfe von uns mit seinem Campbooklet und das Messer war für die Steaks seiner Zeltgruppe da.
Am Abend gabs ein großes Lagerfeuer samt Marshmellows, die hier irgendwie nach Erdbeeren schmecken. Als es dunkelt war und der bombastische Sternenhimmel, samt klar sichtbarer Milchstraße, zu sehen war, wurde Spotlights gespielt. Das ist wie Verstecken, nur eben im  Dunklen und die Sucher haben eine Taschenlampe, mit der sie dich "fangen" müssen... Du musst versuchen zur Base zu kommen, ohne ins Licht der Sucher zu geraten. Man ist immer zu zweit unterwegs und Joe und ich waren gut dabei, als wir hinter Zelte hechten und so taten als wären wir ein Hügel, platt auf dem Boden liegend, wenn die Lichtkegel sich näherten. Leider leitete Joe uns in einen kleinen Sumpf, in den ich mich werfen musste und dann komplett nass war. Man fühlte sich echt wie Gefängnisinsassen, die asubrechen wollen und die Wärter umgehen.
Als wir auf der Wiese herumrobbten trafen wir auf eine andere Gruppe und einer beschwerte sich: "Dude, I'mma losing ma pants here!" xD
Leider verlor ich bei dieser Aktion meine Kamera, fand sie aber nach einer kurzen, verzweifelt Suchaktion wieder. Gott sei Dank. Das war echt Glück. Sie lag im hohen Gras in einem Graben. Purer Zufall dass ich da hin kam.
Danach versuchten wir uns zwischen den hohen Pflanzen zu verstecken und ich zischte allen zu: "Act like a plant! go with the wind!" und wir blieben ungesehen. ;P
Dann war es irgendwann Bedtime und wir verkrochen uns in die Zelte. Es wurde bald kalt. Sehr kalt. So heiß es tagsüber gewesen war, nachts brach die Antarktis los. Ich wachte um drei Uhr auf, bibbernd und zog alle Pullover über, die ich in der Dunkelheit finden konnte. Ich versuchte mich in meinem Schlafsack zusammen zu rollen, aber er war eng und überhaupt war es höchst unbequem auf dem Zeltboden rum zu liegen.
Um sieben Uhr morgen, als wir aufstehen musste hörte man von allen Zelten ein kollektives Klagen. "Ah! Man. Ma back. Oh my God. I'm gonna die." Meine Schultern taten unglaublich weh und ich versuchte mein Kreuz nicht all zu sehr zu belasten. Ich hüpfte in meinem Schlafsack etwas verpennt durch die Gegend und wir toasteten unsere Sandwiches zum Frühstück.
Um acht Uhr maschierte meine Klasse los, der fünf Stunden Tramp stand an... Wir gingen an der Küste entlang, sahen einen toten Pinguin :(, jede Menge Wasserfälle, Muscheln und höchst lustige Felsen. Ich ging eine Weile mit einem Typ, der mich als Amerikaner einschätzte und wir uns dann über kontaktscheue Auslandsschüler unterhielten.
Nach zwei Stunden legten wir eine Pause ein und wer schwimmen wollte, konnte gehen. Taylor, James und Brodie rannten sofort los, Ben hinterher, obwohl der gar nicht schwimmen konnte.
Auf dem Rückweg wurde es langsam zu warm und wir prusteten ganz schön, asls wir über den verdammten Sand zurück liefen.
Wieder zurück im Camp packten wir zam und dann ging's schon wieder zurück zur Schule.
Alle waren völlig fertig und schliefen im Bus, außer Davie und James, die auf der Gitarre herum klimperten und sich leise darüber unterhielten ob wohl jemand herausfinden würde, dass sie sämtliche Zeltschnüre von einem Zelt der anderen (verfeindeten) Klasse gekappt hatten.
Jep. Das war Camp. Ich fands toll und hab viele neue Leute näher kennen gelernt. Aber jetzt bin ich ganz schön fertig. Bilder seht ihr entweder auf Facebook oder via Email.

Bonna Notte!

Samstag, 26. März 2011

Rainy days

Meine lieben Menschen im Frühling!

Hier lässt der Herbst grüßen, es windet, regnet und ist ganz grau. Aber ich find's schön! :P Das Meer schäumt, als wäre es wütend und wenn du aus der Tür raus gehst wirst du erst mal von einer Windböh umgeworfen...
Aber das soll sich nach diesem Wochenende ändern. Naja. Wir werden sehen.
Ich habe meine letzten Rezepte für mein Food Assessment eingereicht und werde nächste Woche kandierte Kumara (Süßkartoffel) kochen! Außerdem habe ich Caribbean Chicken und ein Avokado und Spinat Salad vor mir. Yummy! :)
Donnerstag nach der Schule war ich mit Chandree, Troy und Sean im Plaza und wir haben uns im 2 Dollar Shop die Zeit vertrieben, indem wir Faschingsmasken und diverse, äußerst seltsame, Haarreifen an probierten... Dort habe ich gelernt, dass dieser Haarknoten ganz oben am Kopf, von dem ich euch erzählt habe, einen Namen hat: Slut Bun... :P
Sean hat es irgendwie geschafft zwei Tage vorher den einen Träger seines Rucksacks zu durchtrennen und rennt seither immer mit nur einer Hand frei rum, die andere muss den Rucksack am Rücken halten. Als wir im Bus nach hause saßen versuchte er den zerissenen Träger ganz von der Tasche zu trennen. Aber seine Technik, einfach rein beißen, klappte nicht so ganz...
Troy hatte am Freitag schulfrei, weil er sein altes Zimmer auseinander nehmen musste. Sprich, die Wand rausreißen. Als ich so gegen 2:30 Uhr völlig entnervt und gelangweilt im Matheunterricht saß bekam ich eine fröhliche SMS von ihm: "Guess what." "What?" "I just got out of bed." GRM! -,-
Heute war ich nochmals oben im Plaza und diesmal im Warehouse, die lachhaft billige CDs haben und hab mich etwas ausgetobt. ;)
Conners ist gerade auf mein Bett gehüpft und möchte gerne die Gitarre runter werfen, damit er mehr Platz hat. Und was macht der Laptop da überhaupt auf meinem Schoß? Er möchte da sitzten!!! ;)
Auf meinem Nachttisch ist eine eigenartige Ansammlung an Karten, Fotos, Stundenplänen (ja, mehrere), Trinkflaschen, Nagellack, Stifte, Bücher und eine Schere. Aber immerhin denke ich jedes Mal an euch, wenn ich die aufgereihten Bilder sehe. :)
Conners hat sich eingerollt und guckt etwas missmutig in den Regen, der an mein Fenster klatscht. Oh. Es ist schon wieder dunkel.
Wir haben am Freitag in Outdoor unsere Camping Kocher ausprobiert und meine Gruppe hat Sandwiches getoasted, während Tyler und CJ daneben saßen und unbedingt etwas ab haben wollten, weil sie ihr Zeugs mal wieder vergessen hatten. "Ouh... The melted cheese looks nice..." "No, you can't have it." "Aw... C'mon! Just a little piece...?" Natürlich hat er was gekriegt. ;) Vorher wären wir aber fast gestorben, weil unser Kocher außer Gas nicht viel von sich gab und dann drei Mädels verschreckt, sieben Meter davon entfernt standen. "I smell gas. I'm NOT going near that thing." Es brauchte schließlich Matt, der einfach, mit einem Streichholz (!) in der Hand drauf zu lief und dann eine kleine Stichflamme hervor rief, nicht mal mit der Wimper zuckte und wieder von dannen schlurfte. Cool move. Yeah man. ;)
Vorher hatte ich mit diesem Herrn noch Drama und er musste sein Stück zusammen mit seinen zwei Partnern performen. Leider hatte er den Gürtel für die Hose seines Kostüms vergessen... Zusätzlich sollte er noch die Lichter im Auditorium koordinieren, aber man sah nur ein ständiges Wechseln zwischen ganz finster, blendend hell, rot als wär man in der Hölle, blau als wären wir im Meer und übles Gefluche aus der Technikkammer. Bzw. Das hörte man eher.
Morgen gehe ich zu Georgias School Gala, ich glaube das ist so eine Art Sommerfest im Herbst(?).
That was it, for the moment. As life writes new chapters, I'll write mine. :P
ta ta... :)

Mittwoch, 23. März 2011

Kiwi as!

Hallo zusammen!
Ja, ja. Der Blog hat etwas geschlafen. Ich hab auch nicht immer Zeit.
Aber natürlich werde ich jetzt mal alles nach holen. Also, lean back and enjoy, here comes my life. ;)
Wir fahren nächsten Dienstag auf Mittwoch ins Outdoor Camp. Goat Island, Zelten, keine Küchen, selber alles mitbringen und so... Dafür haben wir dann letzten Freitag in Paaren Zelte aufbauen geübt. Aufbauen ist auch kein Proble. Abbauen... Die Zelte werden zusammen gerollt und in diesen Säcken verstaut, in denen man auch Schlafsäcke herum trägt. Das ist irgendwie ganz und gar nicht möglich, ein Zwei Mann Zelt in diesen fitzeligen Sack zu stopfen. Bridget und ich versuchten unser bestes und das Ergebnis war halbwegs ertragbar. Nicht so unser Nachbar James und Brody. James verlor nach ca. drei Minuten die Geduld und begann das Zelt einfach mit der Faus hinein zu stopfen. Es dauerte ungefähr fünfzehn Minuten und unter wahnsinnig viel Gefluche und Totgelache gelang es ihm schließlich. Die gesamte Klasse guckte ihm irgendwann zu, wie er mit den Füßen versuchte die letzten Teile des Zelts unter zu bringen und dabei auf dem Boden herum rollte.
Gestern haben wir in Outdoor "Shelter" gebaut, jedes Team bekam zwei Bambusstöcke, eine Plane und zwei Seile. Daraus sollte dann eine Unterkunft für vier Leute, zwei Nächte lang haltbar, gebastelt werden. Wir packten also unser Zeug und machten uns auf den Weg nach Narnja. Ja. Narnja. Die nennen das so... Das ist ein kleines Stück Gestrüpp und Wald hinter den Rugby Feldern. Es hatte geregnet und der Boden war matschig und völlig unbrauchbar, um darauf zu liegen. Aber Mr. Howarth war der Ansicht, dies sei das perfekte Szenario. :D
Heute war unser Drama Assessment und Develane und ich gaben unser bestes, während wir unsere Interpretation von einem Scriptausschnitt von "Waiting for Godot" vorführten. Wir bekamen viel Lob von den anderen Schülern, aber Mrs. Savage besteht drauf, dass wir es nochmal machen. -,-
Außerdem hatten wir heute Physik und haben was über Kreisbewegungen gelernt. Unser etwas schräger Lehrer malte also einen Kreis an die Tafel, dann den Radius und dann eine Linie im 90° Winkel zum Radius. Und das vier mal... Denk. Denk. Denk. Na? Das gibt ein Hakenkreuz! Er hat es erst nach ca. zwanzig Minuten verstanden, während die gesamte Klasse mich grinsend anguckte. Ich habe abgeschalten, den Hagel an Nazi Witzen brauchte ich nun wirklich nicht. ;)
Während Lunch habe ich Troy und Mitchell zugehört, die sich über die Schulsocken aufregten und das sie ständig nach unten rutschen würden und dann Knäule am Fußgelenk bilden würden. Außerdem fand ich heraus, dass man hier in sämtlichen Ego Shootern auf Deutsche schoss, die man an ihren "deutschen Gasmasken" erkennen würde (?).
Wenn wir nach Hause laufen sind wir ein ganzer Mob von Menschen, mit mindestens drei verschiedenen Musikinstrumenten, die im Schneckentempo die Straße hoch laufen. James, der heute komischerweise eine Brille, gebastelt aus Schachlickspießen und roten Klebeband, aufhatte, hantierte mit einer Geige und lies äußerst schräge Töne erklingen. Dann beschwerte er sich, wenn er diese Brille aufhätte, würde es sich anfühlen als sei er völlig bekifft. Man wies ihn darauf hin, dass er eigentlich nie eine trug, und was er eigentlich damit tun würde. Die Antwort, er trüge sie nur für seinen Freund durch die Gegend, verwirrte mich dann doch etwas. Joe klimperte auf der Gitarre und freute sich riesig über einen klaren A moll Akkord. Außerdem fand er einen Gutschein für ein gratis "All Blacks" Eis und sein Tag war gerettet.
Ich bekomme ständig irgendwelche Vorschläge, was ich mit meinen Haaren machen könnte. Ständig zieht irgendwer dran und anstatt einem "Guten Morgen" in der Früh, schleicht man sich von hinten an mich heran, um mich dann zu Tode zu erschrecken, indem man mir durch die Haare wuschelt. ;)
Als es letzten Montag plötzlich sinflut artig regnete, rannte ich den ganzen Tag mit einer Regenjacke über dem Kopf herum und beschwerte mich über meine Locken. Mitchell verstand mich bestens und wir planen eine Konstruktion aus Plastiktüten, Strohhalem und Sonnenbrillen für den nächsten Regen, um unsere Haare vor der schrecklicken Feuchtigkeit zu schützten. ;)
Ich liebe inzwischen Marmite und das muss jedes Mal aufs Pausenbrot. Aber wehe du nimmst Veggiemite. Das ist irgendwie genau das selbe, ABER es ist australisch! NEIN! Das kommt von denen, das wollen wir nicht! ;)
Immer noch ist der Spitzname "The Rebel" aktuell, aber man muss sagen dass ich hier viel mehr mit dem "Flow" gehe, als daheim. Das liegt nicht etwa daran, dass ich meine Persönlichkeit geändert habe. Oh nein. Die Leute sind hier einfach nur in der Mehrzahl ähnlich drauf wie ich. Das ist hier ja mal garnix ungewöhnliches Plugs drin zu haben. Wirklich, die Hälfte hat welche. Piercings hat auch jeder dritte, Musikgeschmack teile ich mir mit ungefähr einem guten Drittel der Leute.
Okay. Das wars erst mal!
Es sind schon fast genau 2 Monate rum! Das ging so schnell....
See you!

Montag, 14. März 2011

Being chilled

Kia Ora!

Servus, Leute. Es ist eigentlich schon viel zu spät, aber ich habe gerade so lust zu schreiben, also werde ich das jetzt auch tun. :)
Ich bin also am Samstag Abend ins Kino. "I am Number Four" ist wirklich ganz gut, also mir hat's gefallen. Das Kino ist echt schnuckelig. :) Die haben glaub ich zwei oder drei Saale, kaum größer als ein Wohnzimmer. :D Natürlich trifft man wieder halb Whangaparaoa College, wenn man am Samstag Abend ins einzige Kino im Ort geht. Die Reihe hinter mir, meine Reihe und die vor mir bestand hauptsächlich aus Schülern und vorallem hauptsächlich aus solchen, die ich kannte... Ich sitzte da, esse nichts ahnend meine Skiddels, da lässt sich jemand neben mir in den Sitz fallen. "Hey, Yana." Hch!! Erstmal bisschen Herzinfarkt. "Oh... right. Hi Jesse... Anna, Ryan, Ethan, umm..." xD Natürlich habe ich mit allen meine Skiddels teilen müssen, aber ich habe dafür Popcorn, Sprite und Snowcoans bekommen. :P 
Sonntag wurde hauptsächlich gearbeitet und ungefähr 289763 Text Messeges versendet, ich habe die nächsten drei Wochenende freie SMS, so viel ich will und die Leute schreiben sich hier echt die Hände ab. :)
Heute morgen habe ich Sean und Chandree vor der Schule getroffen, als sie gerade überlegt haben, wie man wohl Hausaufgabenzeit in Seans Terminplan quetschen könnte. Als ich ihn fragte, wann er denn bislang lernte kam heraus, dass er es schlichtweg gar nicht tat, weshalb ja eine Lösung nötig war. :) Aber außer "Du darfst nicht mehr schlafen/essen/duschen" oder eine drastische Einschränkung der "Sean-und-Chandree-Time" kamen wir auf keine richtige Idee. Und beides ist natürlich nicht möglich. :)
Als ich während der ersten Pause auf dem Boden rumsaß kam plötzlich ein Mensch daher, ich glaube ich habe mit dem ein mal geredet, und fragte mich warum ich so "gangster" geworden sei. Man merke bitte an: "Gangster" bedeutet nicht, was "Gangster" bei uns bedeutet. Das kennen die gar nicht so richtig und bringen es auch nicht mit entweder Chicago oder Hip Hop in verbindung, sondern eher mit einem allgemeinen Ausdruck von: "Du bist ganz cool drauf." :P
Ich wusste nicht was ich darauf jetzt sagen sollte, außer Sacha, der gerade vorbei kam, zu erklären, dass seine Hand Checks nicht richtig seien, und dass er nicht einfach seine Hand hinhalten könne. Er war etwas übermotiviert beim zweiten Versuch und brach fast mein Handgelenk, aber wenigstens hat er was gelernt. ;)
Als es nach Lunch gerade Zeit zu gehen war musste ich fünf Minuten auf Troy einreden, er solle sich jetzt gefälligst erheben und sein Media Assessment schreiben, während er störrisch den Kopf schüttelte und behauptete er könne sich nie wieder bewegen. 
Oh, und wir haben uns überlegt welche Superkräfte wir gerne hätten, und was wir damit machen würden. Naja. Also ich weiß jetzt, dass Chandree am liebsten die Zeit anhalten würde, Troy sich teleportieren und Sean Gedanken lesen könnte. Dann kamen wir irgendwie wild ins Spekulieren, wie man somit seinen eigenen Tod vortäuschen könnte,... Naja. :P
Außerdem habe ich aus Versehen Joes Kopf gegen eine Glastür geknallt... Er hat durch das Glas geguckt und ich wollte aus Spaß so tun, als würde ich seinen Kopf dagegen schmettern... Naja. Er stand dann doch etwas näher dran, als ich dachte. Deswegen habe ich jetzt geschworen niemanden mehr zu "punchen"... :) Mal schaun. Kommt drauf an, wer es ist und wie sie sich benehmen. ;P
In Outdoor haben wir unseren Camping Trip geplant und mein Lehrer, Mr. Howarth hat uns erklärt, wie wichtig ein Hut während des "Tramps" sei... Ich habe irgendwann abgeschalten, aber meine Aufmerksamkeit kam zurück, als Mr. Howarth aus irgendeinem Grund den Satz fallen lies: "If you don't wear a hat, you put other people in danger..." Ummm. Irgendwie schien das keinen außer mir und Phoebe, meine Banknachbarin, zu stören. "Um, I'm sorry, Sir, but what the hell?!" :D

So. Phew. Mal wieder ganz schön was zam gekleistert. So
Gute Nacht!