Cheerio.
Nachdem ich vor allem heute so viel Blogstoff gesammelt habe, hatte ich mich dazu entschlossen sämtliche erwähnenswerte Dinge über den Tag hin weg auf meine Hand zu schreiben, damit ich ja nichts vergesse. Naja. Es ist zehn nach vier Uhr nachmittags und meine ganze Hand ist blau. Mal sehen, was sich noch entziffern lässt. ;)
Also, beginnen wir mal damit, dass ich meinen Namen geändert habe. Ab sofort heiße ich Bob Taxes. Bob, weil kein Mensch „Jana“ richtig aussprechen, geschweige denn sich merken kann und Taxes, weil „Steuer“ noch weniger Leute aussprechen können und alle die Übersetzung unheimlich komisch finden. Damit macht man schnell Konversation. ;) Also sprechen mich die Kiwis in der Schule jetzt mit Bob an, sehr zur Verwirrung sämtlicher Lehrer. Aber die haben jemand an der Schule der Jesus heißt, die sollen sich mal nicht wundern. ;)
Weitere Themen.
Gestern hatte ich in Englisch eine sehr interessante Unterhaltung mit Sasha, meinem Nebenmann, der in jenem Moment vor seinem Tisch kniete, weil er seine Hausaufgaben vergessen hatte. Mr Law, unser brüchtigter Englischlehrer denkt sich jedes Mal neue Strafen aus für die Hausaufgaben-Vergesser. Letztes Mal stand die Hälfte der Klasse auf ihren Tischen, dieses Mal wurden die Stühle beschlagnahmt. XD Das Lustige an der Sache war, dass Sasha, obwohl er kniete mich immer noch gut um zwanzig Zentimeter überragte. :) Er hat angeblich Deutsch, kann aber nur Dinge wie: „Ick werde dick ersticken.“ oder „Wo ist die Kuh?“ sagen. Wir haben im Unterricht über Container gesprochen, die von Schiffen fielen, fragt mich jetzt nicht wie das in den Englischunterricht geschlichen ist, lange Geschichte.
Jedenfalls zeigte Mr. Law uns Bilder von einem BMW Motorrad, was von irgendwelchen lustigen Menschen aus dem Wasser gezogen wurde, offensichtlich von einem Container stammend, der ins Wasser gerumpelt war.
Als das Motorrad ins Bild kam hörte man erfurchtsvolle Seufzer der gesamten männlichen Besetzung des Raums. „Aw. Man. A BMW. Germans, they really know their shit.“ Ich musste natürlich Sasha neben mir aufklären, dass BMW aus Bayern kommt, und dass ich da her komme und das Bayern überhaupt cool ist.
Naja. Jetzt rennt der gute Junge jedenfalls fröhlich in der Gegend rum, grüßt jeden mit „Sääärvus“ und redet vom „Octoberfeast“. :) Meine Arbeit ist getan.
Oh und dann habe ich mich noch realtiv gut mit vielen Leuten über Musik unterhalten, hauptsächlich deshalb, weil viele meinen Musikgeschmack teilen, was mich wirklich ziemlich überrascht aber natürlich auch freut. Es entstehen ziemlich interessante Diskussionen in Physik wenn ich mit meinem Banknachbarn Nic über den Tod von Jimmy Hendrix und Jim Morrison reden oder mit Sasha über Rock am Ring bzw. Rock im Park, wo er übrigends jetzt unbedingt hin möchte. ;)
Okay, was steht noch auf der Hand... Ah ja:
Das hier wird hauptsächlich meinen lieben Bruder interessieren, ich wurde neulich gefragt wie man „Instuznd Njebats“ ausspricht. Man musste es mir aufschreiben, aber dann fand ich heraus, dass „Einstürzende Neubauten“ gemeint waren. :D Jap, die haben es bis nach Neuseeland geschafft. :)
Oh, Und heute war Assembly, die gesamte zwölfte und dreizehnte Jahrgangsstufe versammelte sich also im Auditorium. Der Direktor kam und man stand auf und die Nationalhymne wurde gesungen. HA HA! Natürlich musste ich in der ersten Reihe stehen, alle Lehrer mich anstarren und so tun als würde ich in irgendeiner Weise den text können. Ich stand da also brummte „lalala“ und ab und zu „rabarba“ und versuchte nicht auf zu fallen... Crap. ;)
Außerdem habe ich heute endlich die wahren Aktivitäten der Schüler während Lunch Break kennen gelernt: Chandree aus meiner Food & Nutrition Klasse hat mich mitgenommen mit ihren „guys“ rum zu sitzen. Wir sind zu den Rugby Feldern der Schule gelaufen, haben uns zu einem kleinen Haufen cooler Leute gesellt, manche davon mit Laptops aus den Computing Classes und daher Musik, einer ziemlich abgewrackten Gitarre, die anscheinend irgendwer mal aus dem Musikunterricht hat mitgehen lassen und zusammen gesammelten Lunches, aus denen jeder genommen hat, was er wollte und haben uns von der Sonne fast verbrennen lassen. Das war eeecht entspannt. 45 Minuten habe ich Möwen zugeguckt die versuchten haben Schüler ihr Essen zu stehlen, einer Gruppe von Leuten die sich etwas lahm aufgrund der Hitze einen Football zu warfen und Mitchell zugehört, der etwas schief auf der zerkartzten Gitarre rumklimperte.
That's what I call the real life... :D
Wieso les ich das erst jetzt, Einstürzende Neubauten! Bohrtrommelmusik! Hast von der umfangreichen Fankultur in deiner Famile erzählt?
AntwortenLöschenBtw, Covenant könnte dir auch gefallen, das sind aber Norweger. Hör dir mal "We stand alone" (http://smotri.com/video/view/?id=v222814d856) an.
Natürlich hab ich denen das erzählt... Die waren ganz begeisert.
AntwortenLöschenAber überleg mal, ich meine, selbst in Deutschland kennt die jetzt echt nicht jeder und dann treffen die vielleicht einzigen Fans in Neuseeland gerade auf MICH! :D