What's it about?

Die kompletten Aufzeichnungen über mein Abenteuer NEUSEELAND.
Lest selbst, ich weiß auch noch nicht, wie's ausgeht! :)

Montag, 2. Mai 2011

Living a Backpacker's life, Part 1

Meine lieben Freunde. Ich habe mich entgültig aufgerafft den Südinselbericht zu schreiben. Das wird ein langer Post. -,- Also machen wir uns besser an die Arbeit.
Losgegangen ist die Reise am Freitag Morgen, theoretisch mein letzter Schultag, aber ich durfte zuhause bleiben, weil Natasha (die Reiseleiterin oder wie man das auch immer nennen möchte) mich um halb zwölf Uhr abgeholt hat. Ich saß also mit Sack und Pack vor unserer Haustür und wartete. Ich hab mir ein bisschen Sorgen gemacht, weil ich ja eigentlich niemanden auf diesem Trip kannte und ich mir einfach generell immer Sorgen mache.
Schließlich kam Natasha auch, traditionell für alle Kiwis wie immer zu spät und wir fuhren zum Orewa College, wo alle anderen waren und von wo aus es los gehen sollte.
Angekommen sprang ich aus dem Auto, packte meine Tasche und ging auf die erste Gruppe von Leuten zu, die ich sehen konnte. Es waren ca. acht Mädels und zunächst glaubte ich, die würden alle mitkommen. Es stellte sich aber heraus, dass nur drei mitkamen der Rest war zum Verabschieden da (?)...
Allerdings war ich schnell leicht angenervt, als die ersten paar Gespräche mit mir sich ausschließlich darum handelten, ob ich denn auch hier zugenommen hätte und ob wohl die pinke Hose doch in den Koffer hätte kommen sollen, aber dann wäre ja kein Platz mehr für das lila blass blaue Oberteil gewesen... -,-
Es waren zwei Vans da, einer mit Platz für ca. sechs Leute, der andere für ca. acht. Ich entschied mich gegen den großen Van mit den quakenden Mädels (die sich nun tatsächlich über Lipgloss und Labello unterhielten) und stieg in den etwas schrottigeren grünen Van, zusammen mit den einzigen drei Jungs und einem Mädel, dass mir zumindestens ziemlich nett vorkam. Alle natürlich deutsch. Wie immer hier.
Den einen Kerl kannte ich schon, der geht bei mir auf die Schule. Allerdings ist der auch eher auf der nervtötenden Seite. Die anderen stellten sich als Tom und David vor, viel bekam ich aber dann auch nicht mehr mit von denen während der Fahrt, da sie sofort in einen narkotischen Schlaf verfielen. Das Mädchen hieß Natascha und auch sie schlief die meiste Zeit, während wir in Richtung Taupo fuhren.
Als wir Auckland hinter uns gelassen hatten machten wir kurz in Cambridge halt, fürs Mittagessen. Dort konnte ich mich dann mit zunächst Tom und Natasche schnell verbünden, als wir uns unsere gemeinsame Abneigung gegen die drei Quack-Tanten versichern konnten. David und Tom suchten den nächsten KFC auf und ich verstand mich ziemlich gut mit den drein.
In Taupo angekommen gab es drei vierer Zimmer im Backpackers für die Mädels. Eins besetzten Bianca und ihre Schwafel Crew, ein die vier einzigen Chilenen und Natascha und ich gingen also in eins mit Sophia und Lea. Die beiden waren relativ ruhig gewesen, doch nachdem wir sie zuerst mal dabei erwischten, wie sie etwas verwirrt, aber unwissend im Männerklo rumstanden und zusammen danach das Backpacker's erkundenten, merkten wir, dass wir alle super coole Menschen waren und redeten fast die ganze Nacht durch. ;)
Nun muss ich ganz kurz was zu Backpackers sagen. Das sind keine Motels, viel besser. Meistens gibt es so art Hüttchen oder Blocks mit ein paar, etwas spartanischen aber äußerst sauberen Zimmern, eine große Gemeinschaftsküche und -Bad, manchmal gabs auch eins im Zimmer. In Taupo war das kein einziges Gebäude sondern mehr so ein Gelände, mit einzelnen kleineren Gebäuden. Oft haben die auch so genannte Spa-Pools, als Whirlpools und Billiardräume o.ä. Man trifft jede Menge junge Leute, von überall auf der Welt. Unsere Jugendherbergen sind echt nix dagegen. Es ist immer gemütlich dort und oft haben die Lounges mit TV, Kaminfeuer und Büchern, Couches und die ein oder andere einäugige Katze. :)
An unserem ersten Abend in Taupo machte ich also jedenfalls schnell die Freunde, mit denen ich den Rest des Trips verbringen würde.
Eigentlich hatte ich am nächsten Tag meinen Bungee geplant, aber es schüttete wie aus Eimern. Ich cancelte das also und entschied mich mehr so aus einem Impuls mit den anderen den Nevis Bungy in Queenstown zu machen. Der war halt mal so ca. 90 Meter höher. :)
Wir fuhren von Taupo nach Wellington, kaum drehten sich die Räder verfielen David und Tom wieder ins Land der Träume und ich ließ mich von meiner brandneuen iTunes Mediathek die Ohren zu dröhnen. (Das Tauschgeschäft mit Musik ist ganz groß an meiner Schule. :P)
Die Fahrt ist eher unspektakulär. Jede Menge grüne Hügel, ab und zu mal ein kleines Kaff und ein paar Kühe (Jawohl. Kühe. Nicht Schafe).
Wir erreichten Wellington am frühen Abend und machten uns von unserem beeindurckend luxoriösen Backpackers auf nach Downtown um noch schnell in die Geschäffte zu huschen. Bei denen is ja schon um fünf Feierabend. Jaja. Kiwis eben. :D
Wellington ist echt wunderschön. Klein und niedlich und voll mit coolen Lädchen und Band T-Shirts (YAY!). Rockshop gab es auch und ich wunderte mich erst ein bisschen, als ich etwas andächtig vor einer knall blauen E-Gitarre stand und plötzlich Lea neben mir hatte. Da fanden wir dann unseren gemeinsamen Musikgeschmack raus, womit wir die anderen beiden Mädels in der folgenden Nacht dann wohl etwas nervten, als wir sämtliche Bands von vorne bis hinten durchdiskutierten. :P
Früh, sehr früh, ging es weiter. Wir mussten die Fähe um sieben nehmen... SIEBEN!!!
Gott sei Dank war das Meer ruhig und die dreistündig Überfahrt war angenehm.
Dann waren wir also endlich auf der Südinsel angekommen. Picton. Alle hatten den Fotoapperat draußen, als wir ein Bild nach dem anderen schossen, während wir Richtung Westport fuhren. Die Südinsel ist landschaftlich echt was ganz anderes. Überall sind Berge und Klippen, Palmen und Regenwälder, Wasserfälle und reißende Flüsse. :) Der Herr der Ringe war definitiv zu sehen und wir überlegten, ob wohl gleich Orlando Bloom mit blonder Perrücke oder vielleicht Viggo Mortenson auf einem Pferd aus dem dichten Busch brechen würde. ;) Auf dem Weg machten wir bei der "Swingbridge" halt, eine Hängebrücke, relativ lang und über einem wunderschönen kleinen Bergfluss. Nur die Moskitos, oder Mossis, wie sie genannt werden, wurden lästig.
Unser Backpackers war dieses Mal besonders gemütlich und wir verbrachten den ganzen Abend beim Kaminfeuer, mit einer schwarzen Katze auf meinem Schoß und ein paar anderen Backpackers, alle mit Tüchern auf dem Kopf, zum Teil Dreadlocks und jeder Menge Stories.
Ich schloss mich ein paar Mal aus dem Zimmer aus und versuchte dann die Tür auf zu brechen, bis mich endlich eine der Chileninnen fand, mit denen wir unser 6-er Zimmer teilten.
Am nächsten Tag tuckerten wir weiter, diesmal hieß das Ziel Franz Josef.
Auf dem Weg dorthin kamen wir an Hokitika vorbei, ein kleines verschlafenes Örtchen mit einem Kiwi Museum, wo es auch einen echten Kiwi gab. Kiwis mögen die Dunkelheit sehr und die Menschen wenig, also ist es relativ schwer sie in ihrem abgedunkelten Gehege zu sehen. Der Kiwi tat erst so, als sei er ein Stein und raschelte dann etwas im Gebüsch herum, sein langer Schnabel leuchtete ab und zu mal gelb auf, aber viel sah man nicht.
Außerdem kamen wir an den berühmten Pancake Rocks vorbei. Das sind so Art geschichtete Steinformationen an der Küste mit so genannten Blowholes in die das Wasser läuft und dann unter Spritzen und Spratzen wieder rauskatapultiert wird.
Dort gab es übrigends die weltbesten Nachos.
Angekommen in Franz Josef, bei unserem Backpackers "Chateau Franz" spielten Natascha, Tom, David und ich etwas Rugby, bzw. ich rannte mit dem Ball davon, alle hinterher und natürlich haben die Jungs mich "nicht getakelt, sonst wärst du ja tot gewesen"... Jaja. Den Ball hatte ich trotzdem. :P
Später wollten sich Lea und ich Toms Laptop ausleihen, wir klopften also an die Tür. Keine Antwort. Ich: "Tommyyyyy..." Man hört Gerumpel. "Fuck." Mehr Gerumpel. Die Tür öffnet sich einen Spalt. "Waaas?", fragt eine verschlafene Stimme. "Es ist acht Uhr abends. Warum schläfst du??" ;)

So. Jetzt will ich nicht mehr schreiben. Im nächsten Teil werdet ihr sehen, warum ich fast von einem Opossum getötet wurde und warum wir alle uns an einem bestimmten Punkt über Faltencreme Gedanken machen mussten.

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